akimbo – das rätsel ist gelöst

Rein zufällig hat La Larousse das Geheimnis des Akimbo gelöst, dessen Göttinnen vor allem Bette Davis und Joan Crawford waren – immer mit etwas gereiztem Blick und abgewinkelten Ellenbogen in der Gegend stehen, eine Hand in die Hüfte gestemmt, in der anderen am besten eine Zichte.

(Hier mal illustriert von einem hoffnungsvollen Nachwuchstalent, leider ohne Zichte, dafür mit ohne Bluse, geklaut bei akimbo)

Herr Schroeder hatte dem Thema ja ein ausführliches Blog Akimbo gewidmet, welches leider in letzter Zeit etwas verwaist ist. Aber auf des Rätsels Lösung ist er nicht gekommen.

Kaum vorstellbar, aber die Karriere von Bette Davis beruht auf abgelaufener Enthaarungscreme, im Achselhöhlenbereich aufgetragen, wie Madame Larousse im Selbstversuch eindeutig belegt hat.

richtig heiraten

(Ja, kaum zu glauben, ein Hochzeitstext bei Lucky!)
Wie ja jeder weiß hasse ich Hochzeiten wie der Papst die Selbstbestimmtheit des Menschen und mißtraue der ganzen Institution ‘Ehe’ ganz gehörig.

Ein sehr lieber alter Freund, nennen wir ihn L., hat es dagegen aber mal richtig gemacht. Mit L. habe ich vor X Jahren eine wunderschöne Zeit im Zivildienst verbracht, was unter anderem traute Abende mit Musikhören, Träumen, Philosophieren und auch Kuscheln beinhaltete. Natürlich war der kleine Lucky Hals über Kopf verliebt in L., was dieser jedoch aufgrund seiner gentechnischen, nicht selbst verschuldeten Hetero-Anlagen nicht erwidern konnte. Immerhin war er Manns genug, um einige Nähe zuzulassen.

Jedenfalls erreicht mich vor einer Woche eine schöne Mix-CD mit einem seltsamen Cover: Darauf L. und Freundin D., in hochzeitsanmutender Kleidung: er im Anzug und altem Zylinder auf dem Kopf, sie mit Jahrhundertwende-Schleier, er mit Zigarre, Sie mit einem ‘Kleinen Feigling’ am Mund.
Moment! dachte ich. Moment!

Und es klärte sich beim Zusammentreffen bald auf: die beiden haben fortpflanzungsplanungsbedingt ganz einfach ganz heimlich geheiratet, ganz sachlich, ganz ohne Brimborium, ganz ohne Einladungen mit langen erzwungenen Ritualen, und ganz ohne den Rest der Welt zu belästigen.

Das nenne ich die perfekte Hochzeit!

Lieber L., liebe D., ich wünsche euch beiden ein Leben voller Liebe und Füreinander-Da-Sein, so viele und so tolle Kinder wie ihr wollt und hinkriegt und viel Spaß und Glück!

das böse

in der Welt schläft nie und fährt gelegentlich auch U-Bahn (was auch das einzige ist, was dieses Doppelexemplar vom Papst unterscheidet):

dasboese

Ich hoffe man kann was erkennen, ich mußte das Foto heimlich und unter größter Gefahr kurz vorm Sprung aus dem Wagen schießen.
Ich stand in der U-Bahn, und spürte plötzlich von hinten eine böse Energie, so wie man die Kälte spürt, wenn man in der Nähe eines Eisblocks steht.

Diese kam von der Frau, gekleidet in ihren blauen Hosenanzug strahlte sie eine derartig häßliche, weltumfassende gnadenlose Bösartigkeit aus, der durch die dunkle Brille kaum gebremst wurde. Ohne Brille hätte sie wahrscheinlich nur mit dem Blick Menschen schreddern oder zu Stein erstarren lasen können.
Der Blick auf dem Gatten offenbarte keine Opfergestalt, sondern eine ihr fast ebenbürtige, jedoch eher dumpfe kampfhundartige Bösartigkeit.

Ein perfektes Paar, mit dem man defintiv nicht die Nachbarschaft, oder den Bezirk,und schon gar nicht den U-Bahn-Wagen teilen will.

feldherrenimitator

Der Krieg geht weiter, bisher ist alles glimpflich abgegangen, Glück gehabt. Keine Treffer, keine Verluste. Also eigentlich nichts passiert.
Die Truppen sind gesammelt und aufgestellt.
Der Feldherr fällt (heißt das deswegen so? Fälltherr?) vor Anspannung fast vom Pferd.
Morgen gibt es die große kriegstaktische Entscheidung aus dem Hauptquartier. Alle darauf folgenden Strategien stehen, zumindest auf Papier.
Es bleibt spannend.
Durchatmen nicht vergessen. note to self.

es…

Es hat keinen Sinn zu warten,
bis es besser wird.
Das bißchen besser
wär das Warten nicht wert.

Wahr gesagt von Die Sterne.

Trotzdem zum Frühstück eine ganze Tüte H*ribo Happy Fresh Cola- Sauergummis gefressen.
Die Sterne haben recht. Bin jetzt weder happy noch fresh. Eher ist mir übel.

pret-á-abtransporter

Liebe Gemeinde,
im Job gab es einen SuperGAU und den muß ich in den nächsten Tagen oder Wochen verwalten, verarzten und wasweißich-ichweißesnicht. Also mehr so 24/7.
Kann und darf dazu leider hier nichts sagen, aber es wird ab mittag auch wahrscheinlich in den Kulturnewstickern stehen.

Jedenfalls werde ich wohl eher wenig Zeit haben, um mich hier zu entäußern, und, was mir noch mehr leid tut, bei euch zu schmökern und meinen Senf dazu zu geben.
Please bear with me.

Der Vatter schmiert sich noch ne letzte Stulle und zieht in den Krieg.

I’ll be back as soon as I can and in between too. I hope.
Vielleicht fällt ja Kurioses für hier bei ab.

Rosette kaputt

‘Tja, die Rosette ist jetzt hinüber. Der Schaft war zu groß, beim Einführen hab ich das hier und da zerbeult’ sagt er und zeigt mir den Schaden mit seinen großen schwieligen Händen.
Er hat mich aus dem Schlaf geklingelt, mit seinem dringenden Unterfangen, und nun stehe ich fast nackt, noch schlaftrunken, da und begutachte den Schaden. ‘Und hier, die Rosette ist auch ganz zerkratzt. Die muß ich mitnehmen. Der Schaft hat auch gelitten, aber das sieht man nachher nicht mehr, wenn ich fertig bin.’

So ein Klempner am frühen Morgen mit Installationsproblemen und seltsamer Wortwahl kann ganz schön nerven.

bravo?

Wenn die Brittzelbiene mir was aufträgt, werde ich den Teufel tun, den Wunsch nicht aber sowas von subito zu erfüllen, denn das gehört sich so und ich bin ja ein anständiger Mensch (hrhr).
Also ich soll mein Geburtstags-Bravo-Titelbild hier nennen, wo dann natürlich jeder so-fort weiß, wie alt denn der Lucky nun ist.
Nun, beim Titelbild habe ich Pech gehabt, oder auch Glück. Mein Titelheld ist Roy Black, der immerhin ganz gut aussah und später im Leben auch eine Portion Tragik sein eigen nannte.
Denn sind wir nicht alle ein bißchen Roy Black, ausgezogen, um die Welt zu rocken, und leben davon, hilflose Menschen irgendwie mit irgendwas einzuschleimen? Ganz in Weiß… Du bist nicht allein…
Nicht mal ich habe einen einzigen Roy-Black-Song in meinem zugegebenermaßen, äh, umfangreichen und arg gemischten Musikarchiv.
Roy Black als Geburtstags-(und genau auf den Tag!)-Coverboy zu haben, hat außerdem den Vorteil, daß ihr euch jetzt blind suchen könnt, denn der war alle 3 Wochen Coverboy. Und immerhin hab ich Glück, daß ich nicht Uschi Glas, Peter Rubin oder Chris Howland erwischt habe. Maggie Mae hätte ich eventuell gerne gehabt, aber die war ja später, viel später. Wenn meine Mom sich etwas mehr zusammengerissen hätte, wäre Hotte Buchholz mein Boy gewesen, und das wäre nun ungleich sexier gewesen, aber man kann sichs ja nu nicht aussuchen, gell?
Der Glam hat übrigens auch Roy Black als Coverboy, sicher auch ein Element, das uns verbindet. Not!
Und wie das so der Brauch ist, gebe ich die Nötigung Bitte weiter an Herrn O’Behave, La Larousse und Herrn Rakete.
Aber nur wenn ihr Lust habt!
(P.S. Ich hab eigentlich nie Bravo gelesen, höchstens mal beim Vetter reingelugt, wenn der welche da hatte. Zu der Zeit hab ich Böll, Grass & Borchert gelesen. Meine Pubertät kam erst viel später, also eher in den letzten 15 Jahren)