sehr rot. aber schön rot. richtig edel. hochglanz auch noch. edelstahlfronten. viel zu edel für mich. bin beeindruckt und etwas eingeschüchtert. der kühlschrank ist so groß, daß ich problemlos ein bis zwei eskimos halten kann. und hat eine antibakterielle beschichtung. heißt das,daß mir jetzt da nix mehr verrotten kann? die spülmaschine hat einen reset-knopf. der herd hat schübe wo ich gar nicht weiß wozu. und versenkbare einschaltknöpfe. nicht daß ich das irgendwie so doll bestellt hätte.
habe aber immerhin schon geschafft, alles innerhalb einer viertelstunde mit fingertatschen vollzuschmieren. jetzt ist sie mir vertrauter.
bin gespannt, wann ich mich traue, sie zum ersten mal zu benutzen.
Category Archives: igel when he flies
roter tag
grade eben wird meine neue küche geliefert.
ganz schön rot.
ziemlich rot. also sehr.
kann mich gar nicht erinnern,daß ich die soooo rot haben wollte. wie im kindergarten, gib mir ne farbpalette, und ich suche die buntesten farben aus.
bin weiterhin gespannt, wie’s nachher aussieht…
the lizard king
Das Peinlichste wie meist bei mir gleich vorweg:
Ich habe getanzt – zu ‘Karma Chameleon’ und ‘Sorry,I’m a Lady’. So schwul kann es zugehen an einem 70er/80er Abend im Club Anfora, wo wir Glams Geburtstag feierten.
Und amüsiert wie Bolle hab ich mich auch noch dabei.
Abgesehen vom Worst Blowjob Ever, den mir jemand dort im Darkroom verpassen wollte. Es muß genügen, wenn ich sage, daß ich, als ich vor Schmerz einen Schritt zurück trat, immer noch das Schnappen der Zähne im Dunkeln hörte.
Eine sehr erstaunliche Welt, die ich da auf Ibiza gefunden habe:
Wir waren wunderbar untergebracht bei der großartigen Andy, die dort wie alle Deutschen auf Ibiza mit einem Sortiment gefundener/geretteter Tiere lebt: ein paar Katzen, 5 Hunde (oder waren es mehr?) und dem Schwein Amanda, vor dem man immer auf der Hut sein mußte, beißt es doch gerne in saftige Flip-Flop-Füße.
Verliebt habe ich mich auch, allerdings in Mowgli, einen kalbsgroßen schwarzen Hund (eigentlich hasse ich Hunde!), der aussieht wie der Teufel selber, aber das Gemüt eines Meerschweinchens hat. Er kuschelt sehr gerne, und da er denkt, daß er ganz klein ist, legt er sich auch mal gerne auf den Schoß, was sich dann anfühlt, als ob sich eine Kuh auf einen setzt.

Apropos Tiere: Die Eidechsen hatten es schwer auf mich abgesehen am Strand und in den Dünen, kämpften zu dritt oder viert um den besten Platz auf meinem Strandlaken, ich konnte sie aber mit großzügigen Gaben von Zitronenjoghurt besänftigen:

Besonders zu empfehlen ist Ibiza auch, wenn man gewünschte und unerwünschte Folgen und Nebenwirkungen von Schönheits-OPs studieren will. Sei es der Clon von Donatella Versace am Strand nebenan, die mit ganz neuen Brüsten auf einem ganz alten, dunkellederbraun gegerbten Körper aufwartete. Mein persönliches Highlight an ihr war allerdings der im Umfeld von ca. 6 cm um den aufgespritzen Mund verteilte weiße Sunblocker – jetzt tut es mir doch leid, daß ich kein Foto gemacht habe. Sah aus wie Grock mit umgehängten Plastiktitten.
Gelernt habe ich auch, wie in Billig-Operationen das Silikon in runderneuerte Ballonbrüste reinkommt, und wie das dann aussieht, wenn die Damen sich kopfüber bücken. Und wie sich der Unterschied zwischen echten und falschen Brüsten ganz einfach ersehen läßt, wenn ebenjene Damen Beachball spielen.
Zu anderen chirurigischen Exzessen, die man auf Ibiza besichtigen kann, hat unsere liebe bittersweet choc sich so hervorragend umgetan, daß ich dem nichts hinzufügen kann.
Überwiegend war aber der Anteil schöner Menschen in Stadt und Strand, und ich wundere mich bis heute und bin dankbar, daß keiner versucht hat, mich vom Strand ins Meer zurückzuschieben.
Das Foto im letzten Beitrag stammt übrigens aus der Strandbar, in der die wohl schönsten Barkeeper und -innen der Welt versuchten, eine Bar zu betreiben. Leider hatten die Barfaker schon Schwierigkeiten beim Öffnen eines Bieres, und man mußte Ihnen erstmal erklären, was es so mit einem Mineral Water so auf sich hat.
Warum und wieso, das wird unser lieber Herr Glämmerdick besser aufdecken können als ich, fällt es doch mehr in sein Ressort von Schein und Sein.
Ebenfalls mehr in sein Ressort gehört die Geschichte von Mlle. Corinne, der verschollenen französischen Schwester von Marianne Faithfull, die in Es Cavallett in einer der besten Strandbars bedient, ach was, Hof hält.
Ansonsten möchte ich einfach gerne noch ein paar Wochen mit meinen wunderbaren Freunden mit oder ohne Ipod auf den Ohren ins Wunderblaue schauen, Himmel, Strand und Wasser spüren, und auf die letzte Welle warten. Mehr bräuchte ich eigentlich gar nicht.
P.S.: Doch. Es müßte bitte jemand Stingtangas abschaffen.
back

…und das war der tag mit dem zweitschlechtesten wetter…
mehr in kürze!
9 grad am dienstag
sturm und schauer.
but not for me!
hab ich doch mal zur abwechlsung das richtige getan. morgen gehts bis samstag auf die insel, mit lieben freunden, und geburtstag wird auch gefeiert (nicht meiner) und das wasser hat 20 grad und die luft bis zu 26.
ich wünsch euch allen eine gute zeit, und haltet die ohren steif!
großmutter
der ex weiß was man braucht und wie man’s braucht
Samstag nachmittag, volle Sonne, Terrasse.
Will grade eine größeren Schlechte-Laune-Schub anschieben, weil mitten im Frühling? Frühsommer? meine Terrasse aussieht wie Dezember, toter Bambus, leere Töpfe, verblichenes Kraut.
Und ich kann nicht in die Gärtnerei, weil Auto nicht verfügbar.
Ungefähr 20 Sekunden in den Ganz-Gefährliche-Ganz-Miese-Laune-Schub hinein klingelt das Telefon, der Ex: Hey, ich fahr grade zum Holländer, willst du mit?
He made it, made my day, saved my weekend, saved my life. Und das vieler unschuldiger Passanten.
I love him for that. Amongst other things.
Wer einem schon das zum Geburtstag schenkt:

der weiß, was und wie ich es mag.
miss new york
I do. I miss it.
Anfang der Neunziger verbrachte ich zwei Sommer dort. Einem Ort, den es nicht mehr gibt.
Vor Hitze kochende Straßen in der Lower East Side, und Happy Hour Hopping, von Bar zu Bar. Wenn der Barkeeper einen von uns beiden, Anja oder mich, mochte, gabs heimlich immer noch einen zweiten B52 hinterher. Ein sehr schicker Barkeeper brachte zum ersten Date mit Anja gleich ein Date für mich mit. Der war zwar nicht mein Fall, aber das sind amerikanische Sitten, im guten Sinne.
Eine durchtrunkene und durchkokste Nacht in der Tunnel Bar und anderen Clubs, auf dem Heimweg im Sonnenaufgang am East River, mit einem Sardinier, der ganz und gar ohne Haare warund ein eindrucksvoll brachiales Gesicht hatte. Er machte Fotos von mir, und ich brachte ihm beim dritten Date bei, daß man passiv auch viel Spaß haben kann. Dafür mußte ich mich einmal drei Stunden unterm Bett verstecken, weil seine katholischen sardinischen Kusinen, bei denen er wohnte, Geräusche gehört haben, und nicht wußten, daß er schwul war. Ich bin fast gestorben an dem Lachkrampf unterm Bett.
Mein erstes Mal im Waschsalon, wo mich dicke schwarze Mamis retteten, als meine Waschmaschine überlief. ‘You put in too much soap, honey’, mich ob meines verschreckten Blicks ins Herz schlossen, und mir verrieten, welcher Trockner für zwei Quarter am längsten trocknet.
In der Wohnung der Schauspielerin, die Marilyns Rolle aus ‘The Seven Year Itch’ am Broadway spielte, direkt gegenüber vom Dakota Building, gab es zwei Klavierzimmer, ein helles und ein dunkles, ich nehme an eins für Dur und eins für Moll. Die großen Zimmer waren unbewohnt, die Famile lebte in vollgestopften kleinen Verbindungszimmern zwischen den großen leeren. Woody Allens Hund war dort grade in Pflege.
In dem Haus mußte man nur über die Terrasse von Carly Simon klettern (die nicht zuhause war), um den großartigsten Blick auf den Central Park haben und in die Wohnungen von Mia Farrow, Leonard Bernstein und wem noch alles zu gucken.
In einem Club am St. Marks Place sprach mich ein atembraubend schöner Mann an ‘Hey, I know you. I know you from your fotograph, the one with the wings.’ In New York! Man kennt mich in New York!
Ein Freund hatte ihm das Bild aus Berlin mitgebracht, es hing über seinem Bett, wie ich feststellte, als ich mit ihm nach Hause ging. Angeblich war er der Sohn einer ehemaligen Miss Ägypten, und unehelicher Sohn von Omar Sharif. Ich habs ihm geglaubt, weils schicker so war. Und im Folgejahr gabs auch eine Wiederaufnahme unfern des Broadway.
Auf der siedend heißen 5th Avenue fing mich eine südamerikanische Wahrsagerin ab, las mir aus der Hand, und hatte ziemlich recht mit dem, was sie sagte, mein Leben in Berlin war ziemlich vermurkst. ‘There’s three men who have put a spell on you, honey, to keep you from being loved. I can take it away, with candles, for only 50 Dollars, believe me!’
Ich glaubte natürlich nicht, hatte auch keine 50 Dollars, aber sie sagte, ‘I’ll do it anyways, ‘cos I like you. You come back and tell me what happened, and you’ll see I was right’ Klar. Aber sie hatte Recht, in derselben Nacht lernte ich oben erwähnten jungen Mann kennen, und auch später in Berlin hatten sich alle Probleme in Wohlgefallen aufgelöst. Gut, bei einem der drei Männer mußte ich ein wenig zu Kreuze kriechen, ich hatte ihn wirklich nicht gut behandelt, aber dafür nahm er den Fluch weg, den er, wie er sagte, tatsächlich auf mich gelegt hatte.
Ein magischer Ort, eine magische Zeit. Verlorene Welt. Heute darf man dort nicht mal mehr in der Öffentlichkeit rauchen, höre ich, und ich habe keine Lust, das zu überprüfen.
ok
jetzt wo die kopfschmerzen weg sind und ich festgestellt habe, daß heute nicht muttertag ist, gehts doch gleich wieder besser.
schöne party gestern in der partywohnung vom heinz minki, uralte bekannte, fast ein klassentreffen class of ’94, unglaublich viel getanzt (ich!) darunter sogar pogo, einen hartnäckigen sehr breiten sehr jungen mann erfolgreich abgewimmelt, und allgemein viel spaß gehabt. fein.
dann kann ich heute die massiven erdbewegungen auf der terrasse weiterführen, gestern 8 große blaue müllsäcke erde gewuchtet, bambus gepflanzt usw.
vielleicht krieg ich ja wenigstens nen sonnenbrand. muskelkater hab ich schon.
schreck laß nach: flug gebucht, glammies birthday auf der insel. wie kriege ich in 20 tagen 8 kilo runter und eine grundbräune? sehe aus wie ein engerling…
och,
der tag heute war gar nicht so schlecht. sogar die häßlichen leute auf der straße sahen heute ganz gut aus.