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le nouveau bett est arrivè

Da steht es nun, mein neues Bett, Heimstatt meiner Träume für die nächsten Jahre!
Kaum 14 Wochen hat es seit Kauf gedauert, schließlich wurde es ja von glutäugigen Italienern in liebevoller Handarbeit gebaut, und heute ist es geliefert worden. Aber es hat ja auch 5 Jahre gedauert, bis ich ein Bett gefunden habe, das mir gefällt, was sind da 3 Monate?

Die Farbe? Rot! Surprising? Not really. Schönes glattes satt leuchtendes mittel- bis dunkelrotes Leder. Die Form? Es sieht, ja, sportlich aus. Fast wie mein Auto (nur nicht so schnell). Sehr niedrig (lange habe ich überlegt, ob ich mir nicht ein höheres zulegen soll, man wird ja nicht jünger, aber hey, so jung sind wir nur jetzt.) Ganz niedriges Kopfteil, nicht diese Single-diskriminierenden zweigeteilten Rückenstützen.

Ich fürchte ich werde die Wand dahinter neu streichen müssen, das Bordeauxrot der Wand beißt sich mit dem Rot des Bettes. Und neue Bettwäsche brauche ich auch. Und der Sperrmüll, der daneben als Ablage hergehalten hat, muß auch weg jetzt.

Und jetzt bin ich sehr gespannt, was ich in der ersten Nacht im neuen Bett träume, und ob ich das edle Stück auch mit Leben erfüllen kann, hoffentlich mehr Leben, als das alte Bett in den letzten Jahren gesehen hat.

freaky friday

Mittag, 12:09, U1, zwischen Schlesischem und Halleschen Tor.
Ein Typ steigt ein, Sneakers, Bomberjacke, Glatze, Pupillen wie 2 schwarze Lakritztaler, Pickel im käsigen Gesicht. Setzt sich mit gegenüber, nervöses Zucken. Nimmt Tempopackung raus, friemelt eine Pille daraus hervor und schmeißt ein. Schneuzt sich die Nase. öffnet Fenster, schmeißt Taschentuch hinaus. Holt Klappmesser aus Hosentasche und putzt sich die Fingernägel damit. Immer mit Ganzkörper-Hibbeln und aggressivem Blick in den U-Bahn-Waggon und auf mich, der ihm gegenübersitzt und sein Bestes tut zu ignorieren.
Als wir beide am Halleschen Tor aussteigen, achte ich sehr darauf, nicht vor ihm zu gehen.

Freitag Nacht, 1:30
Ein nett- und gutaussehender Anfang-Vierziger springt und spricht mich an: ‘Hey, ich habe heute genau einen wahren Menschen getroffen! Und weißt du, was er zu mir gesagt hat? ‘Du bist ein Vampir’, hat er zu mir gesagt, ‘ein echter Vampir’ Hah – ich bins Dracula, der Blutsauger’
‘Dann mußte jetzt aber schnell schauen, da0 du vor Morgengrauen zuhause bist’ sage ich zu ihm, als ich mich umdrehe, um schnellstens den sicheren Hafen meiner Wohnung anzulaufen.

eklig

Auch ziemlich eklig ist, wenn der einzige Ex, mit dem man nun wirklich nix mehr zu tun haben will, einen plötzlich auf Gayromeo kontaktiert.
Klar muß man damit rechnen, aber erschreckt habe ich mich trotzdem – hätte er nicht einfach mein Profil ignorieren könen?

getäuscht

Heute mit dem Auto an einer jungen Frau vorbeigefahren, an der mein Blick hängenblieb. Gute Figur, sehr edel und schick gekleidet, das volle gut frisierte Haar wehte leicht im Frühlingswind.
Mußte ich nochmal hingucken, und als ich vorbeifuhr, merkte ich: das ist ja das Frl. Modeste.

Ja genau, die, die in ihrem Blog immer schlimmer mit ihrem Aussehen umspringt als die wildgewordene Menschenmenge mit dem Monster in ‘Frankenstein’

grey’s tiefkühlpizza

Wie schon einmal gesagt, mag ich ja Grey’s Anatomy sehr gerne, besonders wegen der Charaktere.
Was jedoch dazu gar nicht geht, wie ich gestern trotz besseren Wissens noch einmal erfahren mußte, ist ne lecker Tiefkühlpizza dazu. Der Anblick der schön brutzelnden tiefroten Pizzaoberfläche verliert beim Anblick offener Herz-OPs deutlich an Leckerheit.

Was dem ganzen aber den Rest gibt, ist, daß im Hintergrund immer irgendwelche piepsenden Herz-Lungenmaschinen laufen, die sich genauso anhören wie der Timer des Backofens, und ich dann alle 3 Minuten sicherheitshalber in die Küche nachschauen gehen muß.

lachhaft

Na, welche leicht überflüssige Ikone deutschen Nachkriegsfilms hats zusammengedrechselt?

Ich lach, was soll ich weinen
die Tränen sind zu dumm
Ich lach was soll ich weinen,
ich nehm nicht alles krumm
Ich lach, das wirkt oft Wunder
ich bin nicht gleich verzagt
Den ganzen Sorgenplunder
mein Lachen schnell verjagt
(und nicht nur den, Werrteste!)

In diesem Zusammenhang dringende Buchempfehlung (wahrscheinlich längst vergriffen)
“Weil doch was blieb – Alte Frauen in schlechten Filmen” von Christoph Dompke – enthält zum Teil wirklich, und ich meine WIRKLICH – gnadenlose Abrechnungen…

arschtapete

back_arschtapete2

Hübsch, nicht? Frühlingshaft, die Tulpen?
Ja, und kein Kartoffeldruck, nicht im engeren Sinne.

Diese hübsche Tapete war Schmuckstück in meiner längst verblichenen Stammkneipe, dem legendären Café Anal und wurde von jungen Hausbesetzern von Hand mit den eigenen Ärschen bestempelt. Man beachte die liebevolle Detailarbeit an Stempel und Fruchtknoten.

music makes the people

Das kursierende Musikstöckchen, aus dem einfachen Grund, weil nach 4 Wochen jetzt endlich It*nes auch auf meinem neuen Rechner funktioniert:

Vorspann:
Depeche Mode – Enjoy the Silence
Aha, klar, dacht ich mir doch, das das hier kein Schwein interessiert:
Word are very unnecessary, singt Dave Gahan
Word are meaningless, and forgettable

Aufwachen:
Hildegard Knef: Ich bin leider viel zu faul (Laziest Gal in Town)
Volltreffer!
Nicht weil ich scheu wär,
nicht weil ich treu wär
nicht weils mir so unerhört neu wär,
der einizge Grund:Ich bin leider viel zu faul

Erster Schultag:
Alison Moyet: Another living Day
… is lost on you Nichts hinzuzufügen

Verlieben:
Siouxsie & the Banshees: This Town ain’t big enough for both of us
Oops, ist das jetzt ein gutes oder schlechtes Zeichen?

Das erste Mal:
Oooh, sweet:
Nena feat Duncan Townsend: Caravan of Love
Zuckersüß und butterweich!
Are you ready, are you ready, for the time of your Life?

Kampflied:
Ingrid Caven – Polaroid Cocain
Ach, die Art von Kampf? Geht natürlich auch
Als Tausenderschein
ist dein Lächeln gemeint!

Schluss machen:
Annette Humpe: Ich lass mich gehn
Ich mach die Vorhänge zu
seit Tagen keinen Sonnenstrahl
it’s ‘cos I’m feeling blue
Ich lass mich gehn
because I’m lonely
Die Liebe hab ich längst verschenkt

Na, das ginge aber auch dramatischer, junge Frau!

Abschlussball:
Doris day – Dream a little dream of me
Große Band, fetter Schieber – für gegen später auf dme Ball vielleicht
Stars fading but I linger on, dear,
still craving your kiss

Nervenzusammenbruch:
Georgette Dee – Zug nach Paris
Na, das kenne ich aber auch heftiger, so einen Nervenzusammenbruch…
Liebe Georgette, da haben Sie sich leider etwas fehlplaziert…

Autofahren:
Sarah Silverman – Porn Song
Nee, Auofahren ist für mich kein Geschlechtsverkehrsersatz
There’s a hole in your butt where the dooie comes out
there’s a hole in your butt where the penis goes in
your vagina has so many penisses in it
that you might as well talk about the times they are not in it!
Do you ever take drugs so that you can have sex without crying?

Flashback:
Boy George – She was never He
Ein wunderschönes Lied über einen Jungen, der sich das Leben anders ausgesucht hat
For as long as I remember
she was never of a gender category

Wieder zusammenkommen:
Knef – Ich liebe dich
Wie sagt man das? Wie schreibt man das
Wie lebt man das? Wie lebt man ohne?
Ich liebe dich – drei Wörter, vier Silben
blieben betroffen, tödlich getroffen
an Stadtränden liegen,
sie werden von Fliegen im Sommer besucht

Dem ist nichts hinzuzufügen

Hochzeit:
Juli – Geile Zeit
Wird alles anders, wird alles anders
Ja ich weiß es war ne geile Zeit,
es tut mir leid, es ist vorbei

Ist ja auch meistens so, wenn die Leute erst mal heiraten. Aber ich bin ja auch Hochzeitsallergiker

Geburt des ersten Kindes:
Sade – No ordinary Love
Das wär auch noch schöner sonst!

Endkampf:
Nouvelle Vague – Love will tear us apart
…or Cancer will

Todesszene:
OOOOH – wie schön!
Kate Bush – Aerial
Das wäre aber schon eine traumhafte Todesszene, mit Kate Bush, die im Sonnenaufgang auf dem Dach mit den Vögeln tanzt und singt – bin ich bei!
The dawn has come
and the wine will run
and the song must be sung
and the flowers are melting
in the sun

Beerdigungslied:
PeterLicht: Hallo Hallo (Dies ist der Tag)
an dem du zur Hölle fährst
Touche! Und ohne Schummeln!

Abspann:
Christina Aguilera – Beautiful
Hach, das wär schön, wenn das hinterher jemand über mich und mein Leben sagen könnte…