Archiv für den Monat: August 2009

Schatz, nimm dir Essen mit…

… wir fahrn nach Brandenburg!
Heute gehts bis morgen abend in einen kleinen Ort in eine Gegend mit dem attraktiven Namen Schorfheide Chorin.
(Ich spare mir jetzt das mit der Schorf-Heide)
Ich bin gespannt, und muß noch eben einkaufen, heute abend gibt selbstgemachte Pizza. Wie Grebe schon sang.
Und sobald ich die erste Glatze sehe, die nicht an einem über 70jährigen ist, dann bin ich sofort wieder im Auto und zack wieder in Berlin, hab ich alle schon gewarnt.

Time after Time

Und wo du bist
da kann kein anderer sein.
Und würd ich wissen
wo das ist
dann würd ich wissen
wo kein anderer ist
dann würd ich wissen
wo das ist
(Peter Licht)

Happy Birthday, Lucky-Mom!
82 wärst du heute geworden, aber seit 460 Tagen bist du nicht mehr da.
Es gibt immer noch diese Momente, in denen ich gegen diese Wand renne.
Wie oft in den letzten Wochen, die ja insgesamt sehr schön waren, und wo ich dich gerne angerufen hätte,um dir zu sagen, wie gut es mir geht, zur Abwechslung.
Nevermore.
In diesen Momenten werde ich bitterböse wütend.

Krichste Krissel

Und wenn wer schon dabei sind: Bevor man irgendwelche möglicherweise nicht mehr ganz taufrische Körperteile nackt fotografiert, entferne man die Unterwäsche einige Zeit vorher, insbesondere solche, die hier und dort ein wenig kneift oder sonstige Preßspuren hinterlassen könnte.
Man sollte dann auch möglichst nicht sitzen oder liegen, und wenn, dann möglichst auf krisselfreien Oberflächen.

Mönsch, das wissen wir doch spätestens seit Calendar Girls!

Happiness (Extended Bonus Track Version)

Nach einem vollendeten Segeltag am Samstag heute wieder ein klassischer und heißersehnter Schlauchboottag auf dem Schlachtensee.
Nichts anders brauche ich, kein Mittelmeer, keine Schicki Strandbar (wir hatten wirklich genug zu trinken bei), keine Premiumflüge, und Monaco oder was kann sich gehackt legen.
Ich brauche genug Schlauchboote (heute waren sie luftmäßig alle ein wenig tückisch) für den Freundeskreis, vielleicht noch ein, zwei mehr, und eben den Freundeskreis, Everglam und unseren heutigen Gaststars. Mehr braucht man nicht, und dazu noch den dunkelflaschengrünen See, sachte Wellen, auf denen das Licht tanzt, und die richtige Temperatur. Besonders freundlich heute der Himmel, der sich bei über 30° zart verhangen hat, damit man nicht gleich ganz verbrennt.

Und wenn dann alle Freunde weg sind, und du noch ein wenig geblieben bist, weil du nicht gewußt hättest, wie du Auto hättest fahren sollen die Stille noch ein wenig genießen willst, du dich ganz nackt gemacht hast auf deinem Boot, mitten auf dem See mit den besten leider weit entfernten Freundinnen telefoniert hast, löst du den Anker und ruderst, weil dir das gefehlt hat.
Zuerst ruderst du Richtung Fischerhütte, was dir schwer fällt, dann ruderst du zurück Richtung seltsame Gräfin und dann bist du im Dschumm und willst gar nicht mehr aufhören zu rudern. Also ruderst du weiter Richtung Sonnenuntergang und es fängt an, ganz sachte zu regnen, klitzekleine Nadelstiche auf deiner aufgeheizten hungrigen Haut.
Das fühlt sich großartig an, und du ruderst auch weiter, als die Tropfen dicker werden. Du bist alleine unterwegs, die anderen Menschen, die rudernd oder schwimmend unterwegs sind, lächeln dir freundlich zu und du lächelst selig zurück.
Ein Marienkäfer landet entkräftet auf deinem dicken Zeh und du hast die Verantwortung, ihn zurück an Land zu bringen, denn egal, wie oft er seine Flügel aufpumpt, er kommt nicht weg. Ehrensache.

Ein kleiner Wind kommt auf, langsam wird es dunkler, und der Wind macht Wellen, die mit dir spielen wollen. Dir ist danach zumut und du läßt dich von ihnen über den nun finsteren See treiben, im leichten Sommerregen, und nutzt die Pause, um eine zu rauchen. Dann ist das genug und du testest deine Ruderkräfte unter den neuen Bedingungen, beobachtest einen wunderschönen Mann,wie er unglaublich zaghaft ins Wasser steigt, bis er endlich laut juchzend ganz eintaucht.

Nach einer Weile ruderst du zum Ufer, der wunderschöne Mann lächelt dich an, ekstatisch von seinem kleinen Wassererlebnis, du lächelst ekstatisch zurück, woraufhin der sich so erschreckt, daß er dir nur noch den Rücken zudreht. Egal, der Moment war magisch. Und der Hintern auch hübsch.

Deine fürsorglichen Freunde haben dir eine SMS geschickt, daß sie deine FlipFlops unter dem linken Vorderreifen versteckt haben, und so pflückst du dein Boot vom Wasser, setzt den Marienkäfer ins Gebüsch und gehst barfuß mit dem Boot auf der einen Schulter, den Taschen auf der anderen, die Böschung hoch, barfuß.
An diesem magischen Abend fügen sich Steine, Asphalt, Kiefernnadeln, Scherben zu einem sanften Teppich unter deinen zartrosa Fußsohlen, und so gelangst du zum Nonnenstift, in dem deine Mutter immer bei Schwester Dionysia (!) gewohnt hat, wenn sie in Berlin war, wo dein Auto steht und du langsam die Luft aus dem Boot läßt, immer noch in dem zärtlichen Sommerregen.
Völlig nackt stehst du vor dem Nonnenstift, als du dir die kurze Hose anstreifst, eine Unterhose läßt man an einem solchen Abend natürlich weg, dann verstaust du dein Boot, öffnest das Cabriodach und fährst bis zur Autobahn offen im sanften Regen beseligt in die Stadt zurück, die dir das alles bietet.

Smooth Sailing

Gut, daß man das Schlimmste gleich zuerst hinter sich bringen muß.
Das Schlimmste ist, abolut schwindelig vom steg ins boot zu kommen, und dann die ekligen Spinnen (eine besondere Sorte, die es wohl nur am Wasser gibt), die im Segel wohnen, mit einen astrofarbigen Handfeger ins Wasser zu bugsieren (und im Folgenden daran zu hindern, wieder ins Boot zu klettern.
Dann muß man sich an spinnenverhangenen Stegen bis zu einer offenen Stelle vorhangeln, bis man die segel setzen kann, wobei man noch ein paar Schiffe rammt, und dann, aber dann geht es los!
Einfach eine irrsinnig schöne Bewegung, so einfach mit nix, nur dem Wind, voranzukommen, mal rasant, mal gar nicht, und was ich irgendwie nicht in meinen Kopf bekomme, wie man in die eine Richtung segeln kann, obwohl der Wind ganz unlogisch woanders hin bläst.
Ich bin angefixt, Käpt’n Iris!