Monthly Archives: September 2006

zitat

I hold no Grudge

I hold no grudge
there’s no reason that I’m mean.
I’ll extend the laurel wreath and we’ll be friends
But right there is where it ends.

I hold no grudge
and I forgive you your mistake
but forgive me if I take it all too hard
and make sure that it doesn’t start again.

Yes I’m the kind of people
you can step on for a little while
but when I call it quits
baby thats it
I’m the kind of people you can hurt once in a while
but crawling just ain’t my style

I hold no grudge
deep inside me there’s no regrets
but a gal who’s been forgotten
may forgive
but never once
forget!
(A. Badale/J.Clifford)

Wunderbar und nachdrücklich interpretiert von Ms. Nina Simone.
Ach, fällt mir ein, ich sollte sie dringend hier in meine Hall of Fame aufnehmen.

idol

In der U-Bahn gibt es gelegentlich eine Frau, oder eigentlich eher ein Monster, die mir imponiert: Ex- oder Immer-noch-Junkie, skelettös, aber 1,85 groß, Haut auf Knochen, schwarzgefärbte verfilzte Haare mit gottseidank undefinierbaren Resten drin, und permanent Makeup – Lidstrich und ebenfalls undefinierbaren Tattos im Gesicht und sicherlich überall anders, wo man es nicht wissen will. Und selbstverständlich jede Menge Metall in schlaffer Haut.

So permanent wie ihr Make-Up ist ihre schlechte Laune und ihre Asozialität – wenn Sie in der U-Bahn rauchen will, raucht sie, und wenn sich wer beschwert, wird er niedergebrüllt. Was kaum auffällt, weil sie sowieso die ganze Zeit brüllt, schon wenn sie am Kottbusser Tor einsteigt..
Letzte Woche hat sie eine Oma solange angeschnauzt, bis diese aufstand und ihr den Sitzplatz überließ.

Ich gäbe was drum, wenn ich superman-like ab und zu in diese schlaffe Haut schlüpfen könnte…

brüllaffentag

gestern muß wohl der mond schief gehangen oder sich mit saturn oder sonstewas verheddert haben.
ein grausamer grauenhafter tag.
jeder der anrief, machte ärger, einige schrieen sogar. um 15 uhr war ich kurz davor einfach alles stehen zu lassen und einfach in die laue luft zu entschwinden.
schade, daß ich es nicht getan habe.
obwohl, kann ich ja heute nachholen, wird sich wohl nicht viel gebessert haben.

wallfahrt

Als Teenie bin ich ja sehr gerne Wallfahrten gegangen. Zum Beispiel zur Springprozession nach Echternach.
Man mußte sich halt was einfallen lassen, schließlich gab es noch keine LAN-Parties oder Klingeltontauschbörsen, und Erlaubnis gabs auf jeden Fall, schließlich war man ja ‘Im Namen des Herrn’ unterwegs.
So eine Wallfahrt nach Echternach funktioniert so: Man schaut, wer wo welchen Alkohol besorgen kann und verabredet sich mit ein oder zwei oder vorsichtshalber drei Mädels (ja, damals war das noch so), man weiß ja nie, wo die dann hinterher abbleiben, schließlich ist das ganze eine Nachtwanderung. Falls das dann brenzlig wird, kann man selber ja ganz gut in der Dunkelheit verloren gehen.
Ja, und dann wird auf dem Weg und besonders in den Pausen getrunken, geknutscht und gefummelt, so gut und so viel es geht, und irgendwann ist man dann im Morgengrauen am ‘heiligen’ Ort angekommen.
Dann folgt das eigentliche Ziel der Expedition: Man hüpft in irgendeiner komplizierter Schrittfolge durch die Stadt bis hin zur Basilika, und hält sich über ein gebatiktes Tuch mit Friedenstaubenaufdruck mit den Nachbarn an den Händen. Höhepunkt ist, wenn man dann an den angeblichen Reliquien eines angeblichen Heiligen vorbeihüpft. Gelbliche Schweinsknöchelchen im Glaskasten oder so.
Aber das kenne ich nur vom Hörensagen, meine Freunde und ich haben uns da immer irgendwohin abgeseilt.
Da sich die Zeiten ändern, die Menschen und deren hormonelle Zustände aber nicht, muß man sich glaub ich keine Sorgen machen, wenn irgendwo Hunderttausende Jugendliche dem Papst zujubeln und dem Sex vor der Ehe entsagen. Die wollen auch nur mal über Nacht von zuhause weg und es gibt ja auch Petting und andere nette Sachen, nicht?

zwickmühle

Gestern abend bei einem sogenannten Eventchen gewesen, welches anscheinend die ‘Krem de la Krem’ der schwulen Szene Berlins gezogen hat. Lange her, das letzte Mal, dementsprechend der Schock umso größer.
Festgestellt, daß ich wahrscheinlich nicht schwul bin, bzw. so schwul nicht sein möchte.
Die grundsätzlich anzusehende Angespanntheit, die Zwangsoriginalität, und damit einhergehenden Outfits – ja man könnte auch lachen, wenns nicht so traurig wäre. Es muß unglaublich anstrengend sein, mit Ende 30 immer noch wie Mitte 20 aussehen zu wollen.
Gebodybuildete Körper mit völlig zweckfreien Muskelpartien, die durch falsches Training, Hormoneinnahme (oder doch nur implantiert?) völlig außer jede Proportion geblasen sind, so daß der Glöckner von Notre Dame froh sein kann, nur einen Buckel zu haben, im Vergleich. Und das in Oberteilen, in denen sich nicht mal viertklassige R&B-Nutten vor die Kamera trauen würden.
Und warum haben Männer um die 40 in viel zu engen Lederhosen immer diesen Reptilienblick? Diesen kalten, toten, lauernden?
Aber genug des Homobashing, will mir damit nicht auch noch den heutigen Tag versauen.

Die Zwickmühle fürs Wochenende ist eher die: eigentlich hätte ich große Lust, mal wieder was zu erleben, richtig aus den Fugen zu geraten und 1000 Dinge zu tun, die ich später bereuen werde, weil mir so langweilig ist. Andererseits bin ich viel zu erschöpft, um auch nur vom Sofa aufzustehen und wenigstens einkaufen zu gehen. Na, mal sehen, wies später aussieht.

happy friday

shocks, grade dachte ich ich müßte früher als geplant ins büro fahren, weil mir die frühstückszigaretten ausgegangen sind.
aber dann hab ich noch in einer tasche welche gefunden – also noch zeit für eine tasse kaffee und einen rundgang durch die blogrolls… entspann…

sing your life

Was ich am Autofahren ja am meisten vermisse, ist, daß man seine Musik volle Kanne hören kann und ebenso volle Kanne und voll falsch mitsingen kann, jedenfalls wenn man nicht offen fährt (es weiß ja jeder, was ich für einen, ähm, eklektizistischen Musikgeschmack besitze…und singen kann ich selbstverständlich auch nicht)

Momentan auf Fahrrad oder BVG zurückgeworfen, macht das nicht wirklich Spaß, weil das I-Pöttchen nicht wirklich so laut geht, wie mans eigentlich braucht, und man auch nicht wirklich mitsingen sollte, wenn man in der U-Bahn sitzt… So muß ich mich begnügen, zumindest wenn ich die Straße lang laufe, möglichst laut zu lip-synchen, Das ist irgendwie nicht befriedigend, so ein Vollplayback. Wie Sex ohne Ficken.

my own private gammelfleisch

Mir sind ja so saisonale Skandale und Hysterien meist völlig wurscht (pardon the pun) aber was ich gestern in meinem Kühlschrank entdeckt habe, hat mir doch kurzfristig den Magen umgekrempelt: Rinderfilet. Erst mal nix schlimmes, denkt man. Das Schlimme: Ich kann mich nicht mal mehr erinnern, wann ich es gekauft habe….
BJÄÄÄCH!!!
(Aber die Männer mit den weißen Seuchenanzügen und den Atemmasken haben es dann ganz fachgerecht entsorgt)