Monthly Archives: February 2006

amok muss sein!!!

Das braucht die welt!
uuj

Ich habe nie verstanden, warum so selten Amok gelaufen wird. Ich wär so oft dabei. Gut, daß der Besitz von Schußwaffen hier nicht so selbstverständlich ist wie in den U.S. of A. So bleibt mir oft nichts anderes übrig, als als vermeintliches Tourette-Opfer durchs Leben zu gehen.

Ich danke den beiden Herren MC und Burnster für die Initiative und biete vollste Unterstützung an.
Unter anderem weil:
…ich so naiv war, mich Anfang Dezember um Winterreifen zu kümmern: ‘Wie Winterreifen? Wir haben keine mehr, die haben wir alle schon im August verkauft, und einen Termin in der Werkstatt haben wir eh nicht vor Ende Januar’ PENG!

…ich so naiv war, daß ich wenn ich einen neuen I*pod kaufe, er auch funktioniert, oder ich wenigstens einen anderen neuen bekomme PENG!

…mir die freundlichen Herren in Olivgrün am Samstagmorgen ganz schön in die Suppe gepißt haben. RATTATTATATAT!

Aber das erzähl ich vielleicht mal ein andermal, sonst reg ich mich so sehr auf, daß ich nicht ins Büro komme, ohne Verletzte auf der Straße zu hinterlassen.

that i would be good

that I would be good even if I did nothing
that I would be good even if I got the thumbs down
that I would be good even if I got and stayed sick
that I would be good even if I gained ten pounds

that I would be fine even if I went bankrupt
that I would be good if I lost my hair and my youth
that I would be great if I was no longer queen
that I would be good if I was not all knowing

that I would be loved even if I numb myself
that I would be good even when I’m overwhelmed
that I would be loved even when I was fuming
that I would be good even if I was clingy

that I would be good even if I lost sanity
that I would be good
whether with or without you

danke, alanis morrissette, ich kann dich ja nicht immer gut leiden, aber das hier haste wirklich schön gesagt.

türken machen dick

nachdem der zigarettendealer meines vertrauens ja schon lange dazu übergegangen ist, mir lebensmittel statt dem feuerzeug zur stange zichten zu schenken (wir berichteten),
fängt jetzt auch noch meine tägliche türkische bäckerei an. für jedes teilchen, was ich bestelle, schmuggeln sie mir heimlich noch ein zweites mit rein.
und dabei sehe ich weiß gott nicht verhungert aus.
ob die türken in meiner straße ein komp(l)ott ausgeheckt haben, daß sie den lucky noch richtig dick und fett kriegen?

4 gewinnt

GIB MIR 4
Der fabelhafte Glam hat mir dies hier aufgetragen, und wenn ich es nicht mache, leiht er mir nicht seine neusten Entdeckungen in Film, Funk und Fernsehen, und dann wird mein Leben noch langweiliger als es schon ist. Nein, in Wirklichkeit könnte ich ihm keinen Wunsch abschlagen – who could?
Also, here goes:

4 Jobs in meinem Leben
– Geschäftsführer
– Anstreicher und Tapezierer
– Schwerstbehindertenpflege (4 Tage, ich kann mich ja kaum selbst versorgen…)
– Barfrau und Damenimitatorin (obwohls bei mir keine Damen wurden)

4 Filme, die ich immer wieder sehe
– Playing by Heart
– Night Mother
– All about Eve
– Le Coursier (hrhr)

4 Orte, an denen ich gelebt habe
– Eifel
– Moabit (aka known as Morbid)
– Kreuzberg
– Inside my Head

4 TV-Serien, die ich sehr gerne sehe
– Desperate Housewives
– Six Feet under
– Sex and the City
– Absolutely Fabulous
(ja, alles nicht sehr originell)

4 Urlaubsorte
– Svenska, Stockholm und Seen und Wälder im Süden
– Die Südküste Englands bis Lands End langfahren
– Durch Italien – von den Alpen nach Süden, so weit man es eben schafft
– Lissabon

4 Lieblingsgerichte
– Miracoli (seit über 30 Jahren!)
– Pizza, Tiefkühl und Frisch
– Chicken Jhalfreezie, ordentlich scharf
– Sauerbraten mit Klößen

4 Webseiten
– www.glamourdick.twoday.net
– Gayromeo
– Meine Lieblingsblogs
– Mein eigenes Blog – macht mich oft glücklich

4 Orte, wo ich jetzt lieber wäre
– im Bett mit einem schönen klugen sexy Mann, mindestens drei Tage lang am Stück
– Hütte auf Stelzen am Strand irgendwo in Südostasien (gestern Blue Lagoon gesehen, hrhr)
– aber eigentlich bin ich nicht gerne woanders, als ich schon bin

Ich bin, genetisch bedingt, nicht gut im Werfen von Stöckchen, oder Werfen überhaupt, aber wer es auflesen mag, darf es gerne tun.

wunder geschahn – the end

Wir erinnern uns:
Der Lucky stand nach jahrelangem (un-)freiwilligem Exil aus der Schwulenszene zum ersten Mal wieder im Discokugellicht, blinzelnd wie ein Grottenolm in der Sonne, und wollte sich grade wieder in seine Höhle zurückziehen, als er von einem wahren Prachtexemplar, der Verkörperung seiner kumulierten Phantasien gestellt und verführt wurde, was nicht einmal als Scherz gedacht war.

Der Traum erwies sich als wahrer Gentleman, ein regelrechter Ritter. Er trug seinen Lucky auf Händen, was sich zum Beispiel darin ausdrückte, daß er ihm abends ein Taxi vorbeischickte, damit Lucky ihn von seiner Arbeit im Restaurant abholen konnte, wo er kellnerte. Schon am ersten Abend, also dem zweiten Date, wurde Lucky den Kollegen vorgestellt, aufs beste bewirtet und sogleich in die Familie aufgenommen. Spooky, nicht?

Auch sexuell war der Gott sehr bemüht, nur leider nicht sehr begabt oder erfinderisch. Man konnte die Uhr stellen, 5 Minuten hier lang, dann 3 Minuten das, und 8 Minuten hier rum, fertig. Macht nichts, dachte sich Lucky, bin ja selber nicht unbegabt, und der Mensch ist ja lernfähig. Dieser leider nicht, wie ein Aufzieh-Karnickel spulte er sein Programm ab.
Die Tragik! Den göttlichsten Körper, den ich je gesehen habe, und nichts damit anzufangen!
Leider war der Guteste auch nicht der hellste, der Gesichtsausdruck, den ich zuerst so sexy fand, war leider das direkte Abbild seines Geisteszustands.
Macht nichts, dachte sich Lucky, bin ja selber ganz helle, und wozu hat man Freunde.

Um eine kurze Affäre hier nicht in die Länge zu ziehen: dem Lucky wurde es sehr schnell sehr fad.
Der Bruch allerdings kam dadurch, daß der hellschokoladenfarbige Gott es mit dem Safer Sex nicht immer so genau nehmen wollte, und der Meinung war, daß das schon okay wäre, er würde sich seine Geschlechtspartner ja schließlich danach aussuchen, ob sie gesund aussehen würden, er könne das schon beurteilen.
Als ich ihm darauf eröffnete, daß meine letzte Affäre ein Aidskranker gewesen war, verschwand er sang- und klanglos aus meinem Leben – kein Anruf, kein Rückruf – nichts.
Jahre später traf ich ihn in einer Bar, und das Verhalten war ihm immerhin sehr sehr peinlich.

Was wir lernen?
– Dumm fickt eben nicht besser
– Schönheit ist nicht abend- oder gar nächtefüllend
– Aber immerhin: und das ist der Punkt dieser Geschichte, wenn man auf den Anfang schaut: und wenn man denkt, alles ist vorbei, dann geschehen doch immer wieder Wunder.

Wie Nena weiß: Wunder geschehn, ich habs gesehn.

Note to self:
HOFFNUNG NICHT AUFGEBEN