Category Archives: valley of the dulls

what I totally don’t get

… das sind diese Knöpfe in den Ohrläppchen.
Die dann über die Jahre immer größer werden.
Bis dann irgendwann nur noch große Teller an den Ohren hängen, mühsam gehalten von einem hauchdünnen zum Zerreißen gespannten Band aus Rest-Ohrläppchen.

Uhahhaha das verursacht mir körperliches Unbehagen. Wenn da mal jemand dran zieht!?
Uhahhuahuahuahaha… Auauauauaauauauauauaauaauaauaauaauaauaaua!

alpha-blogger, geht kacken!

…denn Tante Gerda weiß Bescheid!

Der Festsaal, Altersdurchschnitt 65, kämpft sich durchs Kuchenbuffet.

Ein Zufall im Universum verfügt momentweise Stille, während sich die Gratulanten die Dritten geraderücken oder ein wenig Sabber aus dem Mundwinkel wegwischen.

Tante Gerda (das ist die mit den kleinen zugekniffenen Augen, dem massiven Unterbiß und dem sehr, sehr lauten Organ, ihr kennt sie, sie hatte neulich Goldene Hochzeit) bricht die Stille, als Neffe Lucky durch den Saal zum Buffet geht:

“Do, Do, guckt mal! Wie der aussieht, wißt ihr wie der aussieht!? Wie een, wie een JOURNALIST!”

Nun wissen wir nicht, was der freundliche Arzt oder Apotheker unserer Tante Gerda empfohlen hat, aber eins ist klar:
Da mögen andere sich seit Jahren die Tastatur blutig schreiben in ihren Blogs oder ins Internet, um als die besseren Journalisten anerkannt zu werden, unsere Tante Gerda, die hats gleich geblickt!

medikamentenmißbrauch richtig gemacht

Nein, nicht die Sache mit der Viertel E, das war meine beste Idee seit langem. Mußte nur einmal nachlegen, und ich war die sonnigste, aufmerksamste, herzlichste Präsenz am Platze und half jedem, der wollte, die Treppe hoch und runter, egal wie oft. Die Cousins waren auf meine Konstitution neidisch, aber ich war nicht bereit zu teilen, weder Geheimnis noch Substanz.
Es kann zwar etwas gefährlich werden, wenn man auf einmal mit den 78jährigen Nachbarn, der an Durchblutungsstörungen im Hirn leidet (er selbst merkt es nicht so), viele Gemeinsamkeiten entdeckt, wenn man erstmal in sein Universum einsteigt und die verborgene Logik dort versteht. Oder mit der Tante mit dem Unterbiß auf einmal Händchen haltend und kuschelnd durch den Saal schwebt.

In meinem gestandenen Alter war ich immer noch der viertjüngste vor Ort, und wenn man sich den Anteil der wächsernen Gesichter ansah, wußte man, wo das viele Geld der Krankenkassen hingeht: die Pharma- und besonders die Psychopharmaka-Industrie hat sehr guten Umsatz und treue Kunden in der Eifel.

‘Junge, als ich dich das letzte Mal gesehen habe, warst du aber noch viel schmaler!’ ‘Tante, als ich dich das letzte Mal gesehen habe, hattest du noch deine eigenen Zähne!’

Irgendwann ab Mitte 60 werden übrigens alle Frauen blond, auch in der Eifel. So viel hält man also schon noch auf sich.

Man hat hier auch einen schönen Ausdruck, der bedeutet übersetzt: ‘Jemand hat das arme Tier’. Gemeint ist kein mißhandelter Hund, sondern eine Depression.

‘Als du eben reinkamst, dachte ich zuerst, da kommt dein Vater! Du wirst ihm immer ähnlicher’ ‘Aha, in welcher Phase denn, als er noch jung, knackig und schön war und lächeln konnte, oder als er das abgehalfterte Alkoholikerwrack war?’ That shut them up.

‘Du bist aber auch viel fülliger geworden!’ Mit direktem Blick zurück: ‘Das scheint einigen hier so gegangen zu sein’

Die extrem übergewichtige Verwandte, die man schon als Kind Piggy nannte, und die einem beim Eßvorgang die Redewendung ‘stuffing one’s face’ vorbildlich illustrierte, neben ihrem ebenso extremadipösen Gatten: ‘Seit die (extrem übergewichtige, Anm. d. Red.) Tochter aus dem Haus ist, habe ich immer das Problem, daß ich eine Portion zu viel koche’ (es sah sehr danach aus, daß die beiden das Problem sehr gut meistern).

Erste Runde überlebt. Heute Resteessen mit dem nicht eingeladenen Rest Verwandtschaft und denen, die gestern nicht genug bekamen. Heute ohne Extravitamine. man muß ja auch ein wenig auf sich achten.

(no) smoke on the water

Leider heute kein Seewetter. Kein Wunder, ich hab ja Urlaub.

smoke

Stellen Sie sich vor, beim letzten Seegelage ereiferten sich doch glatt ein paar Spochtschwimmer darüber, daß der Herr Lucky friedlich rauchend im Wasser trieb. Wie unhygienisch die Asche im Wasser sei, während sie selber mit jedem zweiten Schwimmzug ins Wasser abrotzten.
Leute gibts!

(Screenshot und Untertitel aus John Waters’ kommentierter Ausgabe von Cry Baby)

haaaalllllooooo

Sie müüüüssssennn jeeeetzt gaaaaaanz lannnng-saaam mit miiiir spreeeecheeennn, ich haaabe miiir im Schweeeeiiissse meiiinees Aaaangeesiiichtssss eeiiine Deee-Eeef-Üüüü-Veeerbiiinduuunnnggg aannngeeleeegt.

Haaaaauuptsaaachee daaabeeeeiiii!

achtern

Madame Larousse hat geworfen, und obwohl ich mich manchmal gerne bücke, tu ich doch meine Pflicht, weil, sonst bringt sie mir am Ende keinen Schanpes mit aus dem Ländchen L.

8 zufällige Dinge über mich soll ich hier der Weltöffentlichkeit mitteilen. Das ist aber ne Menge Holz. Na gut, mal sehen, wie weit wir kommen:

1. Ich bin nur rein zufällig in Berlin gelandet, weil ich wegziehen wollte, aber nicht wußte wohin, sagte ich einfach immer ‘Berlin’, weil eine gute Freundin dorthin gezogen war. Paßt aber trotzdem sehr gut.

2. Ich bin leider furchtbar schüchtern. Merkt man aber oft nicht.

3. Meine Füße sind mein häßlichstes Körperteil. Deswegen hat mich sogar mal ein Therapeut gefeuert, weil er mit dieser Aussage ein Problem hatte. Bitte, irgendwas muß man doch an sich am häßlichsten finden, Auswahl gibt es ja schließlich genug.

4. Wenn meine Seele friert, gibt es nur eines: einen großen Topf Kartoffelpüree, selbstverständlich selbstgemacht, mit viel echtem Muskat, und zwei weichgekochten Eiern. Anwendung bis Oberkante Unterlippe. Welt gerettet.

Pfuh, jetzt wirds aber zäh.

5. Eine meiner größten Stärken ist, daß ich nie rot werde. Aber auf Kommando rot werden, das kann ich.

6. Ich kann nur sehr schlecht lügen.

7. Hochdeutsch ist meine erste Fremdsprache. Denken tu ich meist noch in meinem Heimatdialekt. Oder in der Sprache des Landes, in dem ich mich grade aufhalte, was z.B. in Schweden nicht sehr weit führt. Außerdem assimiliere ich peinlicherweise nach spätestens 2 Stunden den Dialekt von da, wo ich mich grade befinde.

8. Ich weine gerne vorm Fernseher. Oft und seltsamerweise bei Werbung. Auf Kommando weinen kann ich aber auch.

Genug der Selbstentblödßung, regelgerecht geht das hier weiter an 8 andere Blogger: Achtern sie, Frau Choc, Sie sagten doch, Ihnen wäre langweilig, sowie bittschön Herr Rob, Herr Ultimonativ, Madame Kittykoma, Herr Pheerce, Frau Hotel Mama, Madame Saintphalle und Monsieur Le ‘umbug. Entschuldigen Sie die Belästigung.

sehr gelacht – bachmannpreis

Ich weiß nicht, ob das hier so durchscheint, ich hoffe nicht, aber der Herr Lucky ist ja von Haus aus Literatur- und Theaterwissenschaftler.
Und da ich ja jetzt Zeit hab, dachte ich, tu ich was für die Bildung und schau mir mal das Finale vom Bachmann-Preis an (heißt da bestimmt anders), da ich bei Frau Sopran da ab und zu was von mitbekommen habe. Die das übrigens sehr fein abwickelt.

Und jetzt ich weiß wieder, warum ich mein Germanistik-Studium zu 90% geschwänzt habe und dann doch lieber Anglist war. Und zumindest ersteres komplett verdrängt habe und auch so gut wie keine deutschen Autoren lese.

Das Szenario: Eine Runde Experten, Literaten und Literaturwissenschaftler mit fettigen Haaren, käsigem Teint schauen in die Runde, als ob man Ihnen schon vor Wochen ihr Prozac und auch das Johanniskraut weggenommen habe, und sagen Gewichtiges. Eingekleidet waren sie scheints bei Humana. Einizg eine machte eine halbwegs gelungene Heidenreich-Impersonation, was dem ganzen etwas Leben, aber auch noch mehr Penetranz einhauchte.
Der Bühnenbild! Der Hintergrund! Ganz groß und sehr passend: ein Künstler (anscheinend) hatte hinter die beigen Menschen einen monströsen steingrau-mausgrau changierenden
Webteppich an die Wand gehängt. Als Materialien wurden augenscheinlich alte Eulen- und Katzengewölle und Putzlappen verwendet. Wahrhaft passende Abrundung der Runde!
Schönster Satz der Veranstaltung: “Wie es aussieht, wird Frau Mondschein heute noch einige Kilometer hinter sich bringen müssen.” Frau Mondschein war die Eule mit dem asymmetrischen Haarschnitt, die den Juroren die Abstimmzettel für Wahl, Stichwahl und nochmal Stichwahl einzeln vorbeibringen mußte.

Profitiert habe ich auch: ich weiß jetzt wie PeterLicht aussieht, der zwar seine Preise nicht persönlich entgegennahm, aber dafür dauernd in Großaufnahme im Publikum zu sehen war.

Und noch mehr profitiert habe ich: einen Bachmann-Preis würde ich angesichts der widrigen und widerlichen Umstände auf keinen Fall haben wollen. Es sei denn, man brächte ihn mir zu Hause vorbei. Per Boten.

Und naß gemacht hab ich mich auch vor Lachen, wie diese superdröge Veranstaltung fast vor lauter Schwerwiegen im Erdboden versunken ist. Da könnten die sich bei DSDS doch mal ein Beispiel nehmen!

ungebildete jugend

SWAIN1

Sowas sieht der Herr Lucky gar nicht gerne, und das in meinem Treppenhaus!
Multiple Rechtschreibfehler! Diese ungebildete Jugend, dieses Pisaloch! Wo soll das alles noch hinführen!
Ich schnapp mir gleich nen Edding und gehe runter und korrigiere das.
“Das schreibt man SCHWEIN, du Arschnase!”