Living on my guard (guarded)
Wind is on my neck (fateless)
Sun is on my face (have courage)
Beautiful day without you (ah)
Like rays of gold (I honestly can)
Now can I (forget the pain)
(Royksopp, Beautiful Day without You)
Ein oder mehrere Tage auf dem See mit den richtigen Menschen sind wahrscheinlich der Zustand, der am nächsten und direktesten an das Seelenheil herankommt.
Zuhause und auf dem Weg hin noch voller Angst und Haß auf die Menschen, und würgend und erstickend an dieser unstillbaren, unerträglichen Sehnsucht, den Menschen anzurufen, den kein Telefonanschluß mehr erreicht. All die kleinen unbedeutenden Details zu erzählen, zu teilen, komplett egal, was man erzählt, das Gespräch als Seelenaustausch und Nabelschnur. Getrennt.
In meinem Heimatdialekt gibt es ein Wort, das in Deutsch nicht existiert, es spricht sich ‘Geheeschnis’, und bedeutet in etwa: Heimat, geborgen sein, unerklärt und bedingungslos verstanden und angenommen werden, ein Mutterwort eben.
Wie schön, daß es auch im Hochdeutschen mindestens einen Menschen gibt, der die Bedeutung kennt und lebt.
(mit fliegenden Rochen und Quallen, dafür ohne Killerwelse)
ein schönes wort. auch wenn es auf den ersten blick so aussieht, als habe es etwas mit schnupfen zu tun.
Was für ein schönes Lied, Herr Lucky, ich danke Ihnen dafür! Mein Herz zieht sich zusammen bei Ihren Worten. Das Gefühl ist mir vetraut. Nach der Beerdigung meiner Tante, die fast ebenso schnell gegangen ist, hatte ich immer das dringende Bedürfnis, mit ihr eben darüber zu reden, sie anzurufen und über die zu lästern die da waren, sich über die aufzuregen, die NICHT da waren, naja, alles halt, der normale Gang – wie gewohnt. Bloss, dass das Gewohnte nicht mehr da ist.
Und es war meine TANTE.