Gebärvater

Ich weiß auch nicht, was es damit auf sich hat, aber in den letzten Wochen träumte ich oft von Babies. Vor zwei Wochen bekam ich selbst eins, so richtig mit Wehen und Pressen, sehr schmerzhaft, und danach war meine Männer-Mumu erstmal ein richtiger Krater. Darüber war ich schockiert, aber noch viel stolzer war ich auf meinen blonden Baby-Boy, den ich selbst geboren hatte, und daß ich sowas überhaupt kann.
Der Traumlogik folgend dachte ich, daß sie mir dafür in der Kneipe meines Heimatorts aber ordentlich einen Schaps ausgeben könnten, und so dapperte ich mit Krater aber ohne Baby in die Kneipe. Und wissen sie, was ich da bekommen habe statt einem Schnaps? Eine Tasse Kaffee! Ich bin heute noch empört darüber.

Heute Nacht entdeckte ich in einer großen Menschenansammlung ein ebenfalls blondes Baby, und wie wir uns so ansahen, erkannte ich, daß es meine Tochter ist, von der ich nichts wußte. Der Moment, wie sich unsere Augen ineinander verschränkten, wir uns erkannten und fürs Leben bondeten, war unglaublich schön und emotional. Und ich wußte, wie sich das für andere Eltern anfühlen muß.

So, und wenn Sie jetzt in der Zeitung lesen, daß irgendwo ein Kinderwagen samt Inhalt vorm Supermarkt geklaut wurde, dann wissen Sie, wo Sie suchen müssen.

2 Gedanken zu „Gebärvater

  1. Kitty Koma

    Ich schätze, da stehen Veränderungen vor der Tür. Und die kratertiefe Männermumu meint, daß Sie mal langsam aus dem Arsch kommen (sagt man das auch außerhalb von Gossenbrandenburg so?) und aufbrechen sollten.
    Und das Kind? Der neue Anfang. Sagt zumindest meine Glaskugel.

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