Nein, ein neuer Bond interessiert mich nicht, genauso wenig wie ein alter oder die neue Tupper-Einfrier-Kollektion.
Wollte mir nur die Überschrift sichern.
Andererseits, man könnte unter dem Titel doch einen schönen Frauenfilm drehen, so einen Gegenentwurf zu Sex and the City, oder so?
Monthly Archives: November 2008
Schlampenleben
Eigentlich hätte dieses Wochenende ja Großreinemachen angestanden, aber…
Samstag eine Killermigräne, gottseidank die erste seit ewig. Nicht mal Lebensmitteleinkauf, weswegen jetzt die Schränke schön durchsortiert sind, zumindest die mit Eßbarem.
Sonntag dann der große Tag – aber ach, nach dem Bettenbeziehen und der 3. Maschine Wäsche reichte es auch.
Kann ich eben nicht mehr barfuß durch die Wohnung, trifft ja nur mich.
Wie das Karaoke erfunden wurde
Blogs sind ja nicht nur Befindlichkeit, Katzenbilder und Restschrott, nein ab und zu tragen sie zum Lösen der Weltformel bei:
So wurde durch einen eingeworfenen Kommentar der werten Frau A. im letzten Beitrag hier, in dem es um Therapie, Humor und Flatulenz ging, ein weiteres Welträtsel gelöst – ein paar schnelle Recherchen und es hat sich bestätigt: Die Entstehung des Karaoke durch eine ungünstige Verbindung von japanischen Kohlrouladen, Sake und Gruppenzwang!
Lu Sin Yang, Angestellter im HelloKitty!-Marketingbüro Osakas mußte wie üblich den Freitagabend auf Geheiß des Chefs mit eben jenem und de Abteilung verbringen. Oberste Devise des sehr geachteten und strengen Chefs war es, daß ein guter Angestellter auch jederzeit gut riecht.
Das Problem: Die fischgefülten Kohlrouladen, die die Abteilung in der Garküche gespeist hatte. Der Kohl war wohl nicht mehr richtig frisch gewesen, oder war es der Fisch? Das überproportional auftretende Völlegefühl mußte mit Unmengen lauwarmen Sakes bekämpft werden, und als das nicht mehr half, mit Wodka, welcher gleich tablettweise in der Shi-Ju-Bar bestellt wurde, ind die die Abteilung zwischenzeitlich gewechselt hatte.
In der Tat zeigte sich bald eine befreiende Wirkung, jedoch mit Ergebnissen, die für eine 20qm Bar, in der sich 120 Japaner aufhielten, nicht opportun war. Und dennoch, dachte sich unser Lu Sin Yang, als er den siebten deflatulierenden Anfall in einer Viertelstunde zu unterdrücken versuchte, was tun? Abhauen? Zu spät, unter lauten Donnern entlud sich die Erlösung – alle Augen waren auf Lu Sin gerichtet, welcher sich aber mit einem heldenhaften Sprung auf die fensterbankgroße Bühne rettete, auf der grade die Barsängerin eine japanische Version von My Way zum Vollplayback trällerte. In seiner Not riß Lu Sin ihr das Mikro aus der Hand – in seiner Verzweiflung begann er zu singen.
Da sich noch mehr Mitglieder seiner Abteilung in ähnlichen Nöten befanden, erkannten mehrere die Möglichkeiten, I will Survive und I will always love You erlebten ihre flatulentesten Interpretationen, und die arme Barsängerin bekam das Mikro nie wieder zurück.
Weswegen ihr nichts anderes übrig blieb, als eine Garküche für verdorbene japanische Kohlrouladen zu eröffnen, womit sich der Kreis schließt und das Unheil seinen Lauf nimmt.
Therapie & Humor
Die Heidi ist nun wirklich ein Gottgeschenk in nur einer Stunde hat sie mir auseinandergebastelt, was es mit meinem Entsetzen mit den Fotos, meinem Vater und dem Schämen auf sich hat.
Und daß man sich als Erwachsener eigentlich gar nicht mehr schämen braucht, das ist ein Kindergefühl, das werde ich dann mal ausprobieren.
Mit Humor hat sie es ja sonst nie so (Therapeuten verstehen das ja eher als Fluchtreflex vor ernsthafterer Auseinandersetzung), aber sie mußte doch furchtbar lachen als ich sie fragte, ob man sich denn dann auch nicht mehr schämen braucht, wenn man in einem Raum voller Leute aus Versehen laut pupt.
Inder am Abend
Ich liebe den Morgen nach einem ordentlich scharfen Chicken Jhalfreezie-Takeaway.
Das erinnert mich an Zeiten, in denen der Arsch morgens von was anderem brannte. Fond Memories.
(Ja, ich weiß, das war jetzt eklig, aber es triffts. Und schließlich lesen Sie ja hier, um was über mich zu erfahren)
Gesichter des Grauens
Länger wars nicht hinauszuschieben, die Fotosession für die neuen Homepage-Bilder. Die letzten waren schon schlimm, ich sah 5 Jahre älter aus als ich damals war, aber was würde ich drum geben…
Immerhin, einen guten, sehr begabten und reizenden Fotografen gebeten, der schon ganz andere Leute schön gekriegt hat, und es sogar auch noch zum Friseur geschafft. Für Herrn Lucky ist das schon eine perfekte Vorbereitung.
Den ganzen Morgen gepsycht, Gesichtsmischen betrieben, gecremt, Kürbiskutschencreme, rasiert, gepluckt, nochmal gecremt und balsamiert, ich sehe gut aus, ich kann intelligent gucken, und so fett bin ich nicht.
Soll ich mir den Hals schwarz schminken, wie Boy George? Und kann man mit Tesafilm nicht doch kurzfristig einen kleinen Liftingeffekt erzielen, auch wenn die Augen dann ein wenig schief stehen? Zur Not Paketklebeband? Gaffa-Tape? Immerhin, die Haare könnte ich mir über das Tesa drüber fönen.
Der Aufbau intelligent gelöst, die Stimmung freundlich und entspannt (außer mir), die Beleuchtung vielversprechend. Und nein, ich kann diesen Blick tiefsten Mißtrauens der Kamera gegenüber nicht ablegen, fotografier einfach drumrum.
Eine kurze Vorschau der Ergebnisse und ich hatte schon keine Lust mehr, zur Party am Wochenende zu gehen, stattdessen mit Papiertüte überm Kopf auf dem Sofa zugebracht, mit Sehschlitzen zum DVD-Einfüllen.
Gestern dann die Rohergebnisse. Sagen wir so, wenn man sich vorher psychologisch so hochgeputscht hat, ist die Fallhöhe natürlich umso größer. Schöne intelligente Augen soll ich haben, sagt man, nur leider sieht man die in dem Fettgewulst nicht. Wie kann überhaupt ein ganzes Gesicht eine Fettwulst sein? Meine Falten um die Augen mag ich, aber warum mögen sie mich nicht? Mein Mund ist vielleicht etwas klein (es paßt aber alles rein, was soll) aber seit wann habe ich da noch eine Wulst drunter? (nein, die Wülste des Kinns der Kinne beginnen weiter unten) Und seit wann ist mein Kopf breiter als hoch?
Nein, am Fotografen hat es nicht gelegen, alle anderen hat er sehr hübsch getroffen, und auch sehr freundlich beleuchtet hat er, es hat sich hier mehr eine neue Trias aufgemacht: Komplexe hatte ich immer schon, sogar als ich noch halbwegs gut aussah, aber Hoffnung oder magisches Denken, daß es immer irgendwie noch durchgeht, aber das scheint jetzt vorbei.
Selbst der beste Fotograf kann aus ein paar Pfund Rindertalg keinen Schwan fotografieren.
Herr Fotograf, schneiden Sie auf jeder Seite des Gesichts 3 cm ab und montieren Sie die Ohren dann wieder dran. Die Enttäuschung, die um die Mundwinkel eingezogen ist, bitte wegleuchten. Und dann retouchieren! Retouchieren! Think Pierre et Glles! Von mir aus auch Seepferdchen ins Bild, alles, was ablenkt!
Und übermorgen ist ja Therapie. Da wird die arme Heidi ganz schön was zu knabbern haben. Monate Arbeit zunichte.
Knapp Attentat entgangen
Die kleinen Sünden straft der Herr sofort, und Gewalt erzeugt Gegengewalt. Siehste siehste siehste!
Denk ich noch, warum hab ich unter dem Kaffeebecher von Ikea, den gestern noch der Her Dick liebevoll per Hand gespült hat, dauernd ne Pfütze?
Und erst beim dritten Kaffee merke ich, daß sich rund um den Boden ein Riß gebildet hat, der Kaffee raus suppen läßt.
Perfide! Heißen Kaffee einfüllen, Tasse anheben, nackte Füße verbrühen! Wer denkt sich denn sowas aus?
Abwatschen befreit! oder: Slaphappy!
Tun sie sich was Gutes!!
Probieren Sie’s! Made my day!
(via Schnittchen)
ich muß da nochmal hin. Sofort.
Alle Jahre wieder
Ja, Wiederholung. Aber draußen ist ja auch jedes Jahr November. Blame it on the Weather!
Alexandra feat. Stollah!: “Was ist das Ziel”:
Back to Alaska!
Hähä! Hähähähähähä!
Puh, das hätte böse ausgehen können, im Land der unbegrenzten Unmöglichkeiten. Puh.
Fahr nach Hause, schieß nen Elch, mach Marmelade draus, oder was auch immer ihr da so macht, wenn die Tage dunkel und der Frust Perma ist.
Immerhin auch ein Beispiel für den amerikanischen Traum: jeder könnte, egal wie unglaublich unwahrscheinlich.
Hörtipp:
Michelle Shocked – Anchored down in Anchorage
P.S. Und behalt mir die Russen im Auge!