Ich bin eigentlich viel zu müde, aber der Abend läßt es nicht zu, sich drinnen aufm Sofa vor nem Film (Julia mit Tilda Swinton mal wieder) zu verlümmeln – es sind 24°, die Rosen blühen und vor allem das Geißblatt steht in voller Blüte, und es wäre ein Frevel, diesen Duft ungenossen passieren zu lassen. Grade köstlich gespeist im G.C., auch so ein Zuhause, mit dem Glam, und morgen wieder, weil ich Depp das Date für morgen abend geistig vorverlegt habe – mach nüscht, gehn wir morgen eben wieder hin. Heute lecker, morgen lecker.
Muß meine Aussage von gestern kleinmütig relativieren – mehr ist nicht immer mehr. Manchmal ist mehr doch zuviel, zumindest wenn man es, wie meine Schwester, selten passend hat. Es hätte sicher geholfen, wenn sie sich in den 25+ Jahren, die ich schon in Berlin wohne, mal hierhin begeben hätte, und wenns nur gewesen wäre, daß sie die Dimensionen meiner Terrasse kennt. So aber endete der Versuch eher tragisch, mir eine Freude machen zu wollen, mit Paketen von QVC (ürgs) mit 2 Rosenstöcken, 6 Exemplaren derselben Staude (die ich mir nie ausgesucht hätte) und 4 absolut erschreckend häßlichen Solar-Außenlampen, die außer ihres scheußlichen Lichts auch noch optisch jeder Gelsenkirchener Eiche-Barock-Schrankwand perfekt als Postitionslampen gut zu Gesicht gestanden hätten. Ächz.
Dafür heute auch noch familiärer strategischer Feuerwehreinsatz mit und um den Neffen, der von seinem Kompagnon um seine hart erarbeiteten Anteile in der wesentlich durch ihn aufgebauten Firma gebracht werden soll. Dazu channele ich meine Mutter, seine Großmutter, die eher vom Type not-the-one war, und versuche, das bei ihm zu installieren. Aber nicht mit uns!