Kategorie-Archiv: gutes tun

Gehmse Acht!

Stellense sich das mal vor, acht Jahre gibts dies zierliche Blog hier jetzt schon!

An sich nicht verwunderlich, bin ich doch einer von der Sorte, die nie ausgehen, aber wenn, dann bleiben sie auch bis zum bitteren Ende der Party und darüber hinaus – so gesehen, macht es auch Sinn, daß ich hier noch blogge, auch wenn fast keiner mehr kommentiert. Aber ein bißchen mehr Mühe könnten Sie sich schon auch geben.

Shake it out

Na toll, jetzt gehen hier alle Rosen auf, und dauernd sturmregnet es drauf, und dann hängen sie. Bedrohlich.

Und ich muß dann aus jeder einzelnen Rosenblüte den Regen rausschütteln.
Rosenschüttler, that’s me.

Kartoffelkönigin

Ohweh, die anderthalb Stunden Badminton mit gezerrter Leiste waren definitv umsonst heute morgen – es hat mich geritten und gleich gibts Lammfilet mit Bratkartoffeln. Und das nicht in homöopathischer Portion.

Hab ich Ihnen eigentlich schon mal gesagt, daß ich die Bratkartoffelkönigin bin? Ich mache nämlich die Besten, die ich jemals gegessen habe (außer vielleicht denen von den Nachbarn, wo ich mich als Kind immer abends selber zum Essen eingeladen habe damals) – und das grundsätzlich aus rohen Kartoffeln.

Andererseits

wenn man dann vor dem Kleiderschrank steht und ein dunkles T-Shirt rauszieht, und man ganz furchtbar lachen muß, weil es ein Cats-Musical-T-Shirt ist, dann ist es genau der Tag dafür, genau dieses T-Shrt anzuziehen, natürlich nur zu Ehren der liebsten Kollegin, die wir seit Monaten mit Katzenbildern und Kätzchendeko auf ihrem Schreibtisch mobben. Natürlich mag sie überhaupt keine Katzen, das ist ja der Punkt.
Ach, ich würde fast alles für sie tun!

Going Places – and Stories

Liebe Herrschaften,
schauen Sie sich doch bitte mal dieses wunderbare neue Projekt an: Stories & Places, eine wunderbare Idee von Miz Kitty und ihrem Grafen.
Geradezu genial, diese Idee, und das erkennt man daran, daß man sich wundert, daß es das nicht schon lange gibt, so naheliegend, wie es ist, und weil es so einen Spaß macht.

Es gitb eine Weltkarte, und darauf setzt man einen Marker und verlinkt diesen mit einer Geschichte, die etwas mit dem Ort zu tun hat. Weitere Vorgaben gibt es nicht, außer daß allzu erkenntlich kommerzielle Portale und Schreiber außen vor bleiben sollen.

Und es macht sowohl Spaß, herumzustöbern auf der Welt, welche Geschichten es gibt, und auch vor allem, wo es noch keine gibt, was einen dann anspornt, den eigenen Blog zu durchforsten und beizutragen. Schließlich hat ja fast jede Geschichte einen Ort, und ich muß mich sehr beherrschen, nicht ein paar Tausend Marker auf die ungefähre geografische Stelle der Karte zu setzen, wo sich das Dreieck zwischen meinem Sofa, Bad und Küche befindet.

Erst ein paar Tage am Start, gibt es schon 680 (!) Beiträge, was ein Wahnsinn! Und da sehe ich dann auch die erste Herausforderung an die beiden Macher, daß es nämlich jetzt schon ein wenig unübersichtlich wird – macht es Sinn, neben dem Stöbern, was ja der Hauptspaß ist, hier auch noch an Gliederung, Kategorisierung, Sortierungsmöglichkeiten, Suchfunktion und vielleicht gar eine Bewertungsmöglichkeit für die eingestellten Texte zu denken? Oder vielleicht eine featured Story pro Tag?
Ich werde es verfolgen, und Stories & Places ungehemmt weiter zumüllen, jedenfalls, Danke Kitty & Graf!

An unexpected Journey

Es fehlte mir heute morgen ziemlich gewaltig, am noch frischen aber hoffnungsvoll blauen Morgen erst einmal um die Finca zu gehen, mit dem ersten Kaffee und den ersten Zichten, um nachzuschauen, ob die Zitronen-, Limetten-, Orangen-, Avocado- und alle sonstigen Bäume die nacht wohl gut überstanden haben, den Berg hinunter übers Meer zu schauen, ob Gran Canaria auch noch da ist (optisch war es jeden Tag ein Stück naher gerückt und ich befürchtete schon Kollision). Es dauert immer etwas, bis ich mich woanders eingelebt habe. und so hätte ich gerne noch ein paar Tage bleiben können, zumal meine Klamotten sich irgendwann in dem Nichtraucherhaus (jaja, ich weiß, Herr Lucky und Nichtraucherhäuder im Winter) selbst so weit gelüftet hatten, daß sie nicht mehr rochen, als sei ich eine Woche lang im Roses versackt.
Eigentlich wollte ich die Finca mit Terrasse überm Meer wieder haben, in der ich vor 2 Jahren mit Frau Koma so glückliche Zeiten hatte, aber die war vergeben, und so buchte ich eine Finca in den Bergen. Ob ich mit meiner Befürchtung, daß es ob der Lage dann dort automatisch kühler sein müßte, recht hatte, oder ob es einfach das Wetter war, ich weiß es nicht, jedenfalls war es die ersten beiden Morgen und Abende arschkalt, und wir waren froh, daß es drinnen Heizung gab. Danach ging es dann besser.

Ein Expermíment, mit dem Neffen zu urlauben, der noch weniger urlaubsgewohnt ist als ich, und auch noch so spontan, aber es war ein doppelter Liebesdienst, für ihn zum 40sten einen Urlaub zu organisieren, und natürlich ganz egoistischerweise für mich selber ja auch.
Und es klappte erstaunlich gut, normalerweise sind die längsten Zeiten, die wir zusammen verbringen, die verhaßten Weihnachtsreisen zur Familie in die Eifel.
Und so ein Ereignis, sich auszuschließen, ein Fenster einwerfen zu müssen, und das dann dem nur mühsam beherrschten José (das Weiß in seinen Augen log nicht) beichten zu müssen, schweißt zusammen.

Ich mag Teneriffa, sicher, es gibt exotischeres und spannenderes und hipperes, aber so viele verschiedene Gegenden innerhalb einer Autostunde bekommt man selten irgendwo, ob es die Strände sind (Familienstrand bei Puerto Cruz, extremwindiger Strand voller Surfer und Kitesurfer bei El Medano, oder mein Lieblingsstrand, El Bollulo bei El Rincon, klein zwischen hohen Klippen mit gewaltigsten Wellen) oder die Gebirge oder die Landschaft – nach einer Inselrundfahrt fühlt man sich wie ein Hobbit auf Reise durch die Mittelerde, vom Auenland im Norden, über krasse Gebirge im Nordosten oder Nordwesten, Wüsten im Süden und letztendlich Mordor am Teide.

Und so ist es genau richtig gewesen für eine Woche Erholung schnappen nach einer krassen Hauptsaison, und um noch ein wenig Sonne und Weitblick zu speichern, um den letzten 6-8 Wochen Berliner Winter noch das Genick zu brechen.
Aber schön ist das grade hier nicht, wie die Sonne eben mit einem Blubbs hinter dem Dach verschwand, und jetzt der Himmel so tief hängt, als wollte er sich auf mich drauf setzen.

Kein Jahresrückblick

Weil, was weiß denn ich, was ich beispielsweise im März so war oder hatte? Gut, ich könnte hier nachlesen, aber das können Sie selber ja auch, so what’s the point?
2012 im Großen und Ganzen ein gutes Jahr, stabilisierend für meinen emotionalen Haushalt, und, stellense sich das mal vor, das beste Jahr für die Firma ever!
Weihnachten mal wieder komplett überanstrengend und überflüssig, aber das erzähle ich Ihnen ja auch schon seit Jahren. Plan fürs nächste Weihnachten: vorher einen Kerl ranschaffen, dann hab ich ja auch selber sowas wie Familie und darf dann auch andere Pläne haben. Also auch vor mir selbst jetzt, als Rechtfertigung.
Das Jahr eingeläutet mit ganz großen Glocken gleich am Neujahrstag, und einer ganz großen emotionalen Herausforderung, genau an der Stelle, an der ich am verwundbarsten bin, aber ich hab das ganz gut rumgedreht, bzw. gemeistert. Nein, das müssen Sie jetzt nicht verstehen. Vielleicht erzähle ich es Ihnen mal.
Gestern während des Chats mit einen recht häßlichen Marokkaner, der mich toll fand (ich fand das safe, denn er war ja in Marokko, außer daß sich später rausstellte, daß er bald in Berlin ist) die Gegenfrage auf mein jahre- ach jahrzehntelanges Dilemma bezüglich Partner- und Sexlosigkeit gefunden. Die einfachsten Fragen sind ja praktisch immer die besten Antworten: Ja, warum den eigentlich nicht? Mach doch einfach! Was soll schon passieren?
Und somit hätte man dann auch gleich einen Vorsatz fürs nächste Jahr. Vorsätzlich.
Und Sie, kommse gut rein! Ich wünsche Ihnen ein gloriöses 2013! Glans und Gloria! Für alle!

PS: Und entschuldigen möchte ich mich bei all den lieben und großartigen Menschen, die ich als meine Freunde betrachte, bei denen ich mich aber nie oder viel zu wenig gemeldet habe. Ich weiß sehr zu schätzen, daß ihr nicht aufgebt und gelobe Besserung.

Sporty Strike

Jaja! Nicht daß man mir das ansieht, aber innen unter den Bergen Fett und welkem Fleisch fühlt es sich voll sportlich an.

Meine wöchentliche Badminton-Session wird ab sofort auf doppelte Länge und zweimal die Woche insgesamt also vervierfacht.
Weil ich seit neustem einen zusätzlichen Partner habe: TBFNAB (The Blogger Formerly Known As Bomec.)

Und schon beim ersten Mal haben wir gleich einen bleibenden Eindruck am Tresen des gemütlich-gemischten Sportclubs, der vormittags vor allem aus älteren Herren aus Tempelhof und Neukölln mit Körpern, auf die ich mit 30 schon neidisch gewesen wäre, besteht, hinterlassen:
Ichso: “Komm Burschi!”
Tresenmädchen: “hast du grade Uschi zu ihm gesagt???”
TBFNAB: “Nee, Muschi, so nennt der mich immer!”

Ab da wars mit dem zweijährigen Undercover-als-Homo-Dasein dort schlagartig vorbei.

Ächz

Wow, ich habs überlebt – alle Sätze verloren, aber moralisch finde ich total gewonnen.
Jetzt fühle ich mich, als hätte ich drei Stunden heftig Sex gehabt. Nur ohne daß mir der Arsch weh tut.

Und Donnerstag nochmal. Unheimlich, oder?