Hach

So als Momentaufnahme, als kleine Schneekugel für düsterere Tage.
Der perfekte Mittag, ich habe doch vor 14 Jahren alles richtig gemacht, als ich diese Wohnung ausgesucht habe. Genau der richtige Winkel zur Sonne, die jetzt über die verschneite Terrasse (der Winterjasmin blüht noch, die Männertreus hat es jetzt doch leider leider dahingerafft, ansonsten: Shnamistofloppn! Diamond Pavlova! Go ask Kate Bush) mir auf die Wampe scheint, und zwar seit heute in der genau richtigen Höhe, daß sie mir die Wampe wärmt aber nicht mehr blendet. Heizung überall voll aufgedreht, so daß ich gerade wegen der Sonne in Shorts und T-Shirt wechseln mußte. Die gleißende Sonne bringt herrlich meine vielen bunten Farben zum Strahlen – apfelgrün, orange, sonnengelb, und darüber himmelblau.

So langsam lichtet sich auch der Rest. Es waren harte Monate, viel zu viel Arbeit, die Feiertage haben mir den Rest gegeben, ich war außer und nicht bei mir, alles schwer und bedrohlich und erschütternd erschöpfend, Zuversicht verloren. (Entschuldigung an alle, auf deren nette Weihnachts- und Neujahrswünsche nicht reagiert habe – bitte nicht böse sein, mir war nicht so.) So langsam lichtet sich auch dieser grippale Zustand, der seit Wochen anhält, in eine einfachere Erkältung, Kreislauf ok, Zustand stabil, nur noch Rotz und Wasser. War eben doch gut, mal 2 Tage zuhause zu bleiben, bei mir, zu mir.

Freitagabend nach einer harten Woche ist immer das Herrlichste, denn meine ukrainische Perle hat gewirbelt, alles duftet frisch und sauber und unverkrümelt. Gestern noch die Kante gegeben und den Wocheneinkauf auf dem letzten Zahnfleisch erledigt, was gestern abend Familienportion Bratkartoffeln mit Schinkenspeck und Ei und gleich ein dickes fettes lecker Frühstück bedeutet (Räuchermakrele, Roastbeef, Appenzeller, Stinkecamembert, Äpfel, Blutorange.) Den Wein gestern sogar im Schnee auf der Terrasse gekühlt, das ging schneller. Heute abend Filetsteak.

Und jetzt: ein Leben im Liegen, genüßlich und ohne irgendeine Aufgabe. Und dann endlich wieder gutsortiert in die neue Woche. Jehtoch. Welcome 2014, ich wär dann jetzt so weit.

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