Aushalten lernen

Dieses Jahr gelernt: Aushalten.
Das hört sich jetzt so negativ an, ist es aber nicht: manche Umstände sind eben nicht so schnell zu lösen, auch wenn sie unerträglich und untragbar sind. Da braucht man Geduld und Demut, und wenn man es richtig macht, und nicht wie ich in früheren Jahren, läßt man sich derweil nicht davon den Rest des Lebens versauen. Platz einräumen, ja, aber nicht alles überlassen und fressen lassen davon. Hört sich einfach an, muß man aber auch erst mal schaffen.
Das spart immens Energien, die man dann woanders einsetzen kann, setzt aber auch Vertrauen voraus, Vertrauen, daß es schon gut werden wird, oder Vertrauen, daß, wenn es schief geht, dann eben auch nicht das Ende ist – und genau das Vertrauen hat mir früher immer gefehlt.

2 Gedanken zu „Aushalten lernen

  1. Kitty Koma

    Ja. Wir würden jeden Fussballspieler für verrückt erklären, der am Zeiger dreht, weil er den Ball nicht gleich bekommt. Oder den Angler, der grade den Wurm ins Wasser gehangen hat und nicht versteht, warum der Fisch jetzt noch ne Runde dreht.
    Ich fühle mich dann wie ein Kind, das gar kein Zeitgefühl und keinerlei Frustrationstoleranz hat.

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