And now my Heart is Full

Das war gestern keine Weihnachtsfeier, das war im wahrsten Sinn des Wortes ein Thanksgiving!
Fast 50 Leute in charmanter Umgebung mit leckersten Essen bestens bedient und das Wohlsein und die Wertschätzung flossen genauso wie der Wein (und der Schnaps, in manchen Fällen, nicht in meinem jedoch.)

Ein ausgewachsener Heteromann bat darum, mich mal umarmen zu dürfen, um mir für die Atmosphäre in unserer Firma zu danken, ein wunderschöner Mittzwanziger Jungvater könnte nicht glauben, daß ich zwei Jahre älter als sein Vater bin, wo ich doch viel mehr in seine Gruppe gehöre und sein Vater aber wirklich alt sei im Vergleich und schenkt mir eine Rose, die längst Ehemalige, die sich selber eingeladen hat, weil sie doch immer noch zur Firma gehöre, die Mit-Arbeiterinnen, die zwar nicht bei mir angestellt sind, aber eben bei uns mit-arbeiten und ganz neidisch sind, daß sie nicht bei uns angestellt sind. Eine davon zwingt mich beim Gehen, ihre beachtlichen Brüste anzufassen. Ich mag Brüste sehr, dolle Dinger das, also kein Problem.
Eine andere Ehemalige, die sehnsüchtig um sich blickt und von ihrem furchtbaren “Erwachsenenjob” erzählt, in den sie gewechselt ist.
Die Seelenschwester, mit der ich ihren Fortschritt reflektiere, wie sie sich nach schwerer Beschädigung in sicherer Umgebung wieder ihr Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten und Belastbarkeit zurück erarbeitet, und nebenbei erlernt, in einer Gemeinschaft zu arbeiten, die trägt und nicht versenkt. Ich bin so stolz auf sie.

Der Kreuzberger Restaurantchef, der mit leuchtenden Augen auf die Gesellschaft blickt, Weihnachtsfeiern sind ja sonst der pure Horror für ihn, wenn auch wirtschaftlich notwendig, und wie er feststellt: Schau dir das mal an, lauter Einzelstücke, nichts von der Stange!

Die I. mit ihrer ruhigen Gelassenheit, wie sie ihren Job macht trotz hauptberuflicher Vollzeitausbildung und Bandscheibe und mir stolz ein Foto von ihrer Freundin zeigt. Die B., die extra eine ganze Tagesration Milch für ihr Baby abgepumpt hat im Lager, um heute ordentlich feiern zu können – ich fürchte die arme kleine F. wird trotzdem heute abend den ersten Vollrausch ihres 3monatigen Lebens haben.
Auch wenn zum ersten Mal überhaupt später nicht mehr getanzt wird – ein glorioser Abend, in dem ich mir die Taschen voll Liebe stecken konnte für später und für harte Zeiten, und genau das was ich gebraucht habe, wenn man sich den letzten Post hier so liest.

Was ein Reichtum, so eine kleine eigene Welt mitgeschaffen zu haben. Gut, das kostet manchmal, es lohnt sich aber eben auch.

And though I walk home alone
I might walk home alone
But my faith in Love is still devout.

Achso: Wenn Sie noch einen tollen, wirklich herzlichen, großartigen Ort in Kreuzberg siuchen, um in kleiner oder großer Gesellschaft ganz außergewöhnlich lecker zu speisen und wirklich etwas zu feiern haben, dann gehen Sie ins Ruby’s, Skalitzer 81!
Sogar unser Ninchen ist satt geworden!

6 Gedanken zu „And now my Heart is Full

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