Walking wounded

Wenn man etwas nicht ändern kann, muß man es in den Arm nehmen, und so ist eine der besten Maßnahmen in diesem shittigen November ein strammer Spaziergang in möglichst schöner Umgebung, und scheiß aufs Wetter. Da kann man seinen Körper nicht nur an die Welt da draußen anpassen, sondern auch noch sein wehes Herz, grade sehr geplagt von existentiellen Verlustängsten und unglaublichen Zumutungen, ein wenig lüften. Und der alten Ratte Angst, die sich verdächtig ruhig seit ein paar Monaten verhält da unten im Keller, in der Mördergrube, ein wenig die Nahrung nehmen. Lüften statt Wunden lecken.

Der Schloßpark Babelsberg ist da ein schönes Ziel für einen strammen Spaziergang von anderthalb Stunden, das schöne daran die verschiedenen Gebäude, Dampfmaschinenhaus, Schloß (leider gerade eingerüstet), Kleines Schloß (mit fürstlich-piefigem Oma-Restaurant), Gerichtslaube, Flatowturm und Matrosenhaus (!). Das schöne an dem Landschaftsgarten sind die verschiedenen Höhenebenen, man kann laufen direkt unten am Wasser und oben auf der Höhe mit Ausblick über Seen und auf Potsdam.  Und das hier:

babelsberg

Von vorne sieht man dann, wie Michael (und nicht Georg, wie ich vermutet hatte, liebe Lone!) den Drachen tötet, schöner war es aber von hinten, so unvermutet hinter den Sträuchern auftauchend.

Am schönsten ist die Anreise über Klein Glienicke, wo sich ein kleiner Rundgang ebenfalls lohnt.

8 Gedanken zu „Walking wounded

  1. casino

    … und dann ist auch noch november. ich wünsche erholung, kakao mit sahne und einen engel, der dafür sorgt, ähm, spazierengehen jedenfalls hilft fast immer. ich leih ihnen gern mal die emma! die hilft auch bei ratten.

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