Kakophonie der Großstadt

Sitze hier noch in der Restwärme der Großstadt draußen auf der Terrasse, berauscht vom Tag auf dem See, dem Duft der Gardenie, die zum Saisonabschluß nochmal 12 Blüten spendiert und natürlich dem Wein.

Leider leider nicht zur Einladung der Koma und des Grafen geschafft (sorry!), und auch nicht zum Doppelkopftournier im Garten am Ufer am Damm – nach einem so herrlichen Tag auf dem See (ich bin zum allerersten Mal in den mpf-Jahren sogar eingeschlafen auf dem Boot in der Sonne, vom Wind gestreichelt, und nicht mal geschnarcht!) ist es nix mehr mit nochmal nach Hause, frisch machen, andere Klamotten an und dann mit anderen Menschen in deren Realitäten konversieren – der Tag ist schon vollendet.

Jedenfalls sitze ich hier, aus dem Zimmer klingt diverses, gerade eben Hercules & Love Affair nach Fleetwood Mac (Looking out for Love! Uh-Ah!) nach Mary Roos nach Miss Kittin nach Knef, Lucky’sche Mischung eben, von weiter her fliegen Fetzen aus Tempelhof vorbei, Applaus und vielleicht akustische Stückchen von Björk oder Kalkbrenner oder wer grade da auf der Bühne steht, (bei den Ärzten und Hosen neulich konnte man sogar die Moderationen und die Songtexte verstehen), aus dem Hostel unten nebenan singt Lana del Rey Getragenes aus einem Ipod, und eben läßt der alte Öko im Hof mal nochmal Bob Dylan jaulen – wahrscheinlich von Vinyl.

Ein schöner Abend in der Hauptstadt, so mag ich das, so hab ich mir das vorgestellt, so soll das sein.

 

2 Gedanken zu „Kakophonie der Großstadt

    1. luckystrike Artikelautor

      Ich danke fürs Verständnis – ich schäme mich ein wenig, Sie kennen mich.
      Dafür war ich heute mit zu Ihrem Gedenken auch ein letztes Mal im See – Mannomann, war das frisch!

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