Meisterstück?

Im Klein-Klein des Alltags vergißt sich so leicht, was ich an sich so leiste als Chef meines kleinen Etablissements, nebenbei, über die Jahre, an politischer Arbeit, oder nennen wir es doch lieber gärtnerischer Arbeit, politisch klingt so verlogen.
Hier ein bißchen säen, da ein wenig auf die Ernte verzichten, den wilden Trieb abschneiden, dort ein wenig Gutes tun, hier ein verträgliches Klima schaffen, meist ohne Absicht auf kurzfrisitge Ergebnisse.
Und so hatte ich am Freitag einen Termin bei einem sehr prominenten potentiellen Auftraggeber, der politisch eigentlich extrem unwahrscheinlich bis unmöglich ist, da ich mit der Konkurrenz verbandelt bin.
Es geht nur um einen winzig kleinen Auftrag, eine Notfalllösung für ein ziemlich delikates Problem, und es ist das Ergebnis von 15 Jahren guten Gärtnerns, daß die Gegenseite das Gefühl hat, sie können sich damit vertrauensvoll an mich wenden.
Ein Termin auf Augenhöhe, ein kleiner innerer Reichsparteitag für mich (hat da jemand Autobahn gesagt?), und ganz selbstverständlich ist es mir gelungen, mehr auf den Tisch zu legen, als sie überhaupt andenken konnten.
Soll keiner sagen, daß ich nicht die ganze Hand rausrücke, wenn man eigentlich nur den kleinen Finger haben wollte.
Selbst wenn nichts daraus werden sollte, ist das eine richtig große Genugtuung für mich und ganz etwas anderes als so manche von diesen unwürdigen Terminen, die ich in den letzten Jahren haben mußte, und die mir fast komplett die Freude an meiner Arbeit verdorben haben.
So als Knoten für mich ins Internet, für die Zeiten, wo ich mich wieder als ganz klein und loosermaäßg vorfinde. Kurz, bin grade mächtig stolz auf mich.

2 Gedanken zu „Meisterstück?

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