Wurstlippe

Ich hab es langsam satt, Schauspielern zuzusehen, die sich ihr Hauptwerkzeug, das Gesicht, so kaputt operieren haben lassen.
So wie gestern, Trespass, mit Nicole Kidman und Nicholas Cage. Eigentlich ein ausreichend spannender, brutaler, temporeicher Thriller für einen Dienstag abend. Wenn das mit der Chirurgie nicht wäre.

Und, man könnte dem Film vorwerfen, daß der schönste Mensch den Großteil des Films vermummt zubringen (Cam Gigandet!) während die Leistungsschau der Schönheits(?)chirurgie ihre nicht nur durch die filmischen Brutalitäten zermalmten Gesichter dauernd so in de Kamera halten dürfen.

Cage sieht mittlerweile aus wie ein Fleischkissen, auf dem eine sehr dicke Frau oder ein sehr dicker Mann, da wollen wir mal nicht so sein, sehr lange drauf gesessen hat, und als sie ihm die Zähne neu gemacht haben, haben sie wohl die Zwischenräume zwischen den Zähnen vergessen.

Nicole dagegen hat es mit dem Botoxen jetzt raus, ein bißchen Augenbrauenbewegung geht jetzt, und sie wirft sich auch ganzkörperlich ganz großartig in die Action. Hitchcock wußte, daß er an was dran war, als er entdeckte, daß es nichts spannenderes gibt, als wenn eine kühle schöne edle blonde Frau ein wenig oder ein wenig mehr gefleddert wird.

Wenn nicht die aufgespritzten Lippen wären. Es sieht dauernd so aus, als ob zwei kalte, rosa Wiener Würstchen oder auch zwei rosa Nacktschnecken mitten im Gesicht tanzend um Aufmerksamkeit betteln. Das hat mir auch schon den ansonsten eigentlich grandios traurigen “Rabbit Hole” völlig verdorben.
Hat sie eigentlich keine Verwandten oder Bekannten oder Freunde, die ihr sagen, wie ekelig das aussieht?

2 Gedanken zu „Wurstlippe

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>