Das Gefühlsleben ist eine billige alte Schlampe

Jawohl! Und wissen Sie, warum ich das weiß:
So wie eine billige Schlampe in seiner oder ihrer verwahrlosten Wohnung einfach aus dem Haufen Dreckwäsche irgendwas zum Anziehen rumfischt, (und tun Sie nicht so, als ob Ihre Wohung immer nach Schwiegermutterbesuch aussieht, das glaubt Ihnen keiner!), so fischt sich der emotionale Haushalt immer die ältesten abgetragensten Teile mit den meisten Flecken raus, wenn keiner aufpaßt.
Einfach, weil sie am nächsten liegen, obendrauf, noch nach einem riechen, weil man sie doch eh meist trägt, oder weil sonst nichts einfällt.
An Montagmorgen also am ehesten was mit Terror-, Selbstmitleid- und Ogottogott-Muster, das mit den großen Angst-Schweißflecken unter den Armen. Oder doch die Kombi, die dir in der Rotwein-und Tränen-Nacht neulich so gut gestandne hat?
Ich werde ab sofort Kontrolle machen, wie wir das Haus verlassen, und mal sehen, was der Kleiderschrank bzw. das emotionale Arsenal sonst noch so bereit hält.

8 Gedanken zu „Das Gefühlsleben ist eine billige alte Schlampe

  1. walküre

    Ihre Schlagzeile ist mir vergangene Woche beinahe wortwörtlich in den Sinn gekommen (“billig” war nicht dabei, und “Gefühls-” auch nicht). Sie also auch, Herr Lucky. Muss wohl an der Jahreszeit liegen.

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  2. kittykoma

    Ich kannte ma einen Arzt, der redete gern von “Psychohygiene”. Gibts diesen begriff eigentlich noch?
    Oh, ich hab gerade gegoogelt. Janz schön gebräunt das ganze.

    Aber mt dem Griff zu den nächstliegenden Muster. Ja. Kenn ich. Derzeit ist es: Komm, iss mal was.

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