…und weiter

So, hoffe, das hat jetzt geholfen. Eine fette Erkältung oder kleine Grippe, wer weiß, aber ich hab mich seit Montag nachmittag aus dem Verkehr gezogen, zweieinhalb Tage, wie eine Ewigkeit, nirwanös, und heute gehts (vielleicht) weiter.

Der Dezember hebt mich immer komplett aus den Angeln, Hauptsaison-Stress, Dunkelheit, immer kürzere Tage und dazu noch der ganze emotionale Weihnachtsterror, verbunden mit diesem furchtbaren Silvestergedöns.
Durchhalten kann ich das nur, indem ich mich überzeuge, mich auf den Januar zu freuen, Carte Blanche, neues Jahr, neues Glück, mehr Licht.
Klassische Esel-Möhre-Strategie, denn zumindest dieser Januar ging gleich weiter wie der Dezember.
Ich entschuldige mich bei allen, wo ich es nicht einmal fertig bekommen habe, sie zum Geburtstag wenigstens zu gratulieren.

Und natürlich auch selber Schuld: zum Beispiel frißt Fernsehen Seele – sklavisch schaue ich Dschungelcamp, obwohl es totenlangweilig ist, und das liegt so blöd im Abend, daß man weder vorher noch nachher einen richtigen Film oder eine richtige Serie gucken kann, und ich schaue den Fasern meiner Seele zu, wie sie von RTL und Carglass und Billigflug und dem ganzen Dreck zerkaut und ausgespuckt werden, während sich im Kopf Sperrmüll ansammelt wie in der nächstbesten Messie-Wohnung auf RTL2.
Auf dem Klo lese ich die Kurzgeschichten von Neil Gaiman, auf dem Sofa lese ich Internet. Eigentlich müßte es andersrum sein, dann wäre das gut.

Und dennoch, so langsam komme ich zu mir, Kopf klärt sich, Seele öffnet sich, und jetzt mal schauen, was das neue Jahr so bringt.

4 Gedanken zu „…und weiter

  1. Au-lait

    Der Start ins neue Jahr war bei mir so düster, bitter und durchrüttelnd wie gefühlt nie, seit ich zurückdenken kann. Aber womöglich muss man in solchen Zeiten den Kopf hochhalten und sich durchbeißen, sich vorwärts ackern, hin, zu dem Licht am Ende des Dunkels, auf dass man nicht im Tunnel steckt, und das kein entgegenkommender Zug ist. :)

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