Der Vollständigkeit halber

möchte ich hier in meinem öffentlichen Tagebuch vermerken, daß ich auch in diesem Jahr wieder in die Eifel fahre, um dort Weihnachten mit den Resten der Familie zu feiern begehen.
Nicht daß ich das Bedürfnis hätte, aber auch nicht, daß ich denselben Weihnachtshaß hätte wie früher. Es ist mir schlicht egal und nicht nur ein wenig lästig. Aber nicht lästig genug, um das Drama anzustoßen, welches es würde, wenn ich der Schwester sagen würde, ich komme dieses Jahr nicht. Dazu ist es wieder nicht wichtig genug.
Tscha, immer noch gefangen.
Immerhin, ich werde vom Neffen chauffiert, das ist doch auch was.
Ein Geschenk weniger zu besorgen, ein Haus weniger zu besuchen, dafür Blumen für ein Grab mehr zu besorgen. Auch das ist also bald überstanden, mangels Nachschub Leuten,die mir etwas bedeuten und die auch noch wegsterben könnten.
Keine Zimtwaffeln mehr dieses Jahr von Maria, und auch keine gestrickten Strümpfe mehr, ein Brauch den Maria von Godi übernommen hatte, die diesen Brauch von Mom übernommen hatte, nach deren Tod, und extra dafür in den letzten Jahren noch Stricken gelernt hatte.
Oder sollte das Strümpfe stricken so eine Art Staffellauf des Todes gewesen sein, der nun vielleicht andlich unterbrochen ist? Ich werde vorsichtshalber alle strickenden Menschen vor Ort warnen.

3 Gedanken zu „Der Vollständigkeit halber

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