Archiv für den Tag: 14. September 2011

Es war ein großes Finale

das uns am Sonntag noch vom Sommer geschenkt wurde.
Noch ein letztes Mal richtig heiß und Sonne, wo wir uns so oft dieses Jahr unter wolkenverhängenem Himmel begnügt haben, auch wenn das Wasser echt schon was britzelfrisch war.
Und beim Boote aufpumpen (immer eine unwürdige Situation; ich habe ja eigentlich sogar eine elektrische Pumpe im Kofferraum, was ich aber keinem verrate, weil irgendwie geht das gegen die Boating-Ehre, vor die Freude haben die Götter dne Schweiß gesetzt oder so), jedenfalls beim Boote aufpumpen an der Straßenecke, kurz nachdem uns die ohne erkennbaren Grund rotbehelmte Frau fragte, wohin denn die Reise geht, ob bis nach Panama, da liefen hübsche nackte Füße an mir vorbei, und beim Hochgucken hing auch ein paradiesischer junger blonder Jungenskörper dran, in frisch gebügelten weißen Boxershorts, Zehlendorf eben, ansonsten nackt. So eine Schönheit, die es sonst nur in amerikanischen Serien zu sehen gibt, aber nicht in 3D.
Also so richtig ein Anblick für uns beide alten Säcke, pardon, mich alten Sack und den Glam, und dahinter ein hysterisch gackerndes Mädel, der Junge hatte wohl eine Wette verloren und mußte so rumlaufen, und wir waren beim Kopf-Foto-Machen sowas von ertappt. Gottseidank ist mein Reflex, wenn mir was sehr sehr peinlich ist, ein furchtbarer Lachkrampf, der Glam behielt eh seine Countenance (wurde aber auhc ziemlich rot). Er sieht ja auch öfter halbnackte junge Menschen als ich.
Und so war es dann ein glorioser letzter Sommertag auf dem Wasser, mit freundlich grüßenden Schwimmern in Glams liebster Optik (langes blondes Haar und schönstes Lächeln), wenn auch ohne unsere üblichen liebsten Seebegleitungen, die dieses Jahr sowieso komplett geloost haben, denn sie haben sich nicht einmal angemeldet. Mit Ausnahme der wunderbaren Hotel Mama natürlich, aber ansonsten: their loss, zu spät. Ich hatte aber auch nicht einmal das Bedürfnis, andere zu ihrem Glück zu überreden.
Auf dem Rückweg mit offenem Verdeck schon die ersten Regentropfen, was aber keinen davon abhielt, dem Shuffle-Modus blind zu vertrauen und laut mitzusingen, unter andem bei Kate Bushs The Big Sky (Meteorolical Mix), sogar an der Ampel stehend. Wat mutt, mutt.
Und kaum zuhause die Tür zugemacht, beginnt es, das große formidable Gewitter, zwei Stunden Lightshow und Percussion vom Feinsten, rumdum, ich mit Logenplatz auf der Terrasse, den besten Blick auf horizontumfassende Blitze, auch wenn es sogar mir irgendwann zu brenzlig wurde beim Gedanken, von einem Blitz getroffen zu werden.
Warum eigentlich, nach so einen perfekten Tag?