It all Ends

Meine Heidi war gar nicht in Form vorgestern, das konnte ich schon daran sehen, wie sie nach meinem Vorgänger aus dem Zimmer kam. Ist auch auch in Ordnung, und so hab ich mich ein wenig um sie gekümmert, in meiner eigenen Therapiesitzung. Über die Tuberose von meiner Terrasse und ihren Duft hat sie sich aber sehr gefreut, und die Tuberose hatte ich nur zum Teil als Geschenk mit, zum anderen Teil war sie mit da als Symbol für die Oma in mir (also meine eigene Oma, Anna, nicht Berta.)
(Nein, Sie müssen nicht immer alles hier verstehen, tu ich auch nicht.)
(Oh Gott, das wird jetzt wieder so ein Text mit lauter Sätzen in Klammern.)
Die Woche war intensiv, neben dem grandiosen Cyndi-Konzert am Dienstag, auf das wir eigentlich gar keine Lust hatten, weil die Blues-Platte so langweilig ist, aber Cyndi live ist einfach das Beste. Da können die anderen jungen und alten Hüpf- und Autotune- und Playback-Mädchen mal ganz doll kacken gehen. Und bei Time after Time mit dem Glämmerdick Händchen halten ist so schön kitschig, das muß man einfach auch mal tun. (Sie wissen wahrscheinlich gar nicht, wie fest der Glam immer zupackt, oder?)

Die letzte Woche vor dem Urlaub (4 Wochen!) mit dem ganzen Mistdreckscheißdreckzeug, das ich in den letzten Wochen so schippen mußte, und am letzten Tag löste sich dann alles auf, aufs Beste (also Bestmögliche, nicht perfekt, aber ich muß endlich auch mal lernen, daß ich nicht Jesus oder Frodo oder Harry Potter bin.) Bei wichtigen Telefonaten muß ich immer stehen, was dazu führte daß ich den ganzen Tag stehen mußte, aber was solls, wenn fast alle Strateggien genau richtig aufgehen, die man mühselig mit schweren Armen seit Wochen jongliert hat.

Und abends konnte ich ja dann auch lang genug sitzen, denn da ging dann eine Ära zu Ende, mit dem liebsten und letzten Ex zum letzten Potter. It all Ends. 10 Jahre Potter-Filme, fast so lange wie wir uns kennen und kannten und liebten oder mochten oder mögen, sind wir natürlich immer zusammen in jeden gerannt (bis auf den vorletzten, da streikte ich.) Dann ist das jetzt auch vorbei, vorbei, und da paßt es doch gut, daß der Gute jetzt wen Neues hat. Nach anfänglichem Schock freue ich mich doch sehr, schließlich sah es ja jetzt fast 10 Jahre so aus, als ob wir uns gegenseitig verflucht hätten, keiner von uns hat in der Zeit was Neues an Land ziehen können.
It all ends. Und wenn was endet, fängt zwangsläufig was Neues an.
Zum Weinen schön die Szene, als Harry mal kurz tot ist, der große weiße Raum, nur Harry und Dumbledore.
Zwei herrliche Zitate von Dumbledore: Do not pity the dead, Harry. Pity the living and above all, those who live without love.
Und: Of course, it is happening inside your head, Harry, but why on earth should that mean that it’s not real?
(States of Mind are real enough, hat Joyce Carol Oates das ein wenig poignanter formuliert.)

So, eine Menge Enden, und damit zwangsläufig Anfänge. Und vier Wochen Urlaub von mir. Bin gespannt. Und entspannt.
(Ich hab Ihnen doch gesagt, das wird jetzt wieder ein Text mit ganz vielen Sätzen in Klammern.)

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