Nichts was wir tun können

außer uns auszuruhn.
(Wir sind Helden) (Wir auch)

Puh, das war knapp, um ein Haar Kittys Morgenmedikation verpaßt – ein Sekt allerhöchstens eine Stunde nach dem Frühstück, sonst weiß man nicht was passiert, wo ja außerdem noch Vollmond ist.

Außer der Landschaft, wenn es denn welche gibt, und dem Klima ist ja nichts reizvolles hier. Ok, es gibt Santa Cruz, die Hauptstadt hier, da könnte man hinfahren, aber Stadt haben wir ja ab morgen/übermorgen wieder im Übermaß.

Inselrundfahrt links- und rechtsrum, Berge, Täler, alles sehr eindrucksvoll, aber wenn man sich hier sagen wir 14 Tage von Restaurants ernähren müßte, würde ich spätestens nach acht Tagen in irgendeiner Restaurantküche Amok laufen. Es gibt alles, was eine Nachkriegsgeneration aus England und Deutschland als “feines Essen” bezeichnen würde, also Fleisch aller Sorten mit Pfeffersauce, oder Überbackenes mit Käse, oder alles wo man Shrimps oder Prawns auch noch drauflegen kann. 12 Standardgerichte auf allen allen Karten, plus ein “Original Kanarisches” Gericht, mit Fisch, Pellkartoffeln und zwei Soßen, wo es aber reicht, wenn man das einmal ißt, des Lokalkolorits zuliebe. Die gesamte Gastronomie sollte über eine der vielen Steilküsten entsorgt werden.

Also ist alles,was man wirklich braucht, ein okayes Appartment mit wirklich großer Terrasse zum Meer mitten in einer Finca, einen Supermarkt in der Nähe, und Frau Koma, die man mit Gewalt aus der Küche entfernen müßte. Nicht, daß ich nicht gerne kochen würde, aber noch lieber lasse ich mich bekochen, morgens und abends, wenn es sein muß.

Ich bin ziemlich sicher, daß Frau Koma in den nächsten Wochen auf gar keinen Fall Musik hören wird, zu der eine Frau singt oder kreischt, aber sie wird wohl gewußt haben, worauf sie sich eingelassen hat, und zur Not hat sie Medikamente.

Übrigens eine spannende Mischung, mit Frau Koma in Urlaub (alles wunderschön), und dann abends dazu Dschungelcamp gucken, und tagsüber und nachts The Hunger Games fertig lesen ;-)
Wir halten uns nicht nur im Vergleich wirklich gut, und ich glaube ich bin sowas wie ihr Baldrian.

6 Gedanken zu „Nichts was wir tun können

  1. walküre

    Scheint auf den Kanaren generell so zu sein, dass man die Gastronomie vernachlässigen kann (Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie enttäuscht ich vor über zwanzig Jahren war, als ich auf Gran Canaria Essen aus allen möglichen Ländern Europas beworben sah, aber kein einziges Lokal mit kanarischer oder wenigstens halbwegs authentischer spanischer Küche fand) und besser frei nach Gefühl im Supermarkt einkauft und daraus instinktgesteuert was Nettes zaubert.
    Schade, dass Sie bald wieder abreisen. Ihrer beider Reiseberichte sind schon beim Lesen Entspannung pur.

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  2. arboretum

    Was machen Sie denn eigentlich dauernd hier in diesem Internet? Sie wollten doch auf der Dachterrasse sitzen und die Sonne und den Blick aufs Meer genießen. Internet, kein Meer und doofes Wetter haben Sie auch in Berlin wieder zur Genüge.

    Oder vermissen Sie uns etwa?

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  3. k-note (Gast)

    Bitte verlängern sie Herr Lucky und Frau Koma den Urlaub nur für uns, ihre Leser.
    Es ist einfach schöne wenn man fast zeitgleich die schönen Geschichten um ihren gemeinsamen Urlaub lesen kann. ich fühle mich selbst wie frisch aus dem Urlaub beim lesen.

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  4. kittykoma

    REPLY:
    Stellen Sie sich das mal vor, grade am Strand: meterhohe Wellen überschlagen sich, zwei Surfer mittendrin, links hinter uns pellt sich grade einer aus seiner Haut, ein Prachtexemplar, in der rechten Hand ein Bier und in der linken ein Handy mit Internet.
    Das Leben kann so grausam sein! Und da braucht man dann Beistand…

    Das war auch Lucky, ist schon verwirrend mit dem ummelden…

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