Valentine’s Day Massacre

Gestern frei gemacht und shoppen gewesen, gute Maßnahme. Bloß, ich weiß auch nicht, was mich dazu getrieben hat, ich glaube ich wollte einfach nur was kaufen – in diesem Fall “Valentine’s Day”, in den Staaten ein riesiger Erfolg, und hier off-season ein Straight-to-DVD-Release.

In “Valentine’s Day” spielen alle mit, Arsch und Eimer, außer eigenlich Cameron Diaz und Hugh Grant. Und was kommt dabei raus, wenn es soviele Ärsche und Eimer gibt? Richtig.

Merke: Wenn man alle Sorten Zucker und Süßstoff zusammenrührt, wird es nicht süßer, es wird einfach nur brechreizerregend. Nun gut, könnte man sagen, das ist der Sinn von Romatic Comedies, aber daß es auch anders und weniger billig und hirntötend geht, zeigen Filme wie Elisabethtown, oder Love, Actually, oder The Family Stone oder Playing by Heart. Mehr ist leider leider nicht mehr. 20 dünne Geschichten ergeben einfach nicht immer eine dicke.

Zu den Schauspielern kann ich leider wenig sagen, weil sich mindestens die Häfte aus diesen austauschbaren Gesichtern rekrutiert, zu denen Michael K bei Dlisted täglich hämisch Bikinifots präsentiert, und ich sie und ihre vorgeformten Gesichter und Geschichten nicht auseinanderhalten konnte.
Ashton Kutcher, bei dem der einzige Reiz seiner Schauspielkunst (?) bisher darin bestand, exakt an der Grenze zur Peinlichkeit und Lächerlichkeit herumzuchargieren, ist hier eindeutig einen Schritt weiter.
Kathy Bates ist schneller aus dem Film ein- und ausgeblendet, als man “Kathy Bates” sagen kann,und das einzig Bemerkenswerte, das man dazu sagen kann, daß sie sich die Mühe von Makeup oder Frisur gespart haben – ich glaube, sie kam vom Einkaufen mal kurz vorbei.
Taylor Lautner darf sagen, daß er nicht gerne sein T-Shirt auszieht, und es dann doch tun – immerhin.
Von jemand wie Shirley MacLaine sagt man ja gerne, daß sie “a fixture in the movies and especially Romantic Comedies” sei, und das stimmt auch, in dem Sinne, wie jede größere Einrichtung auch ein Behindertenklo haben muß. Ich bin sicher, daß man mittlerweile auch japanische Roboter soweit programmieren kann, daß sie die 6 1/2 Mimiken, die Shirley noch bietet, abilden können, dann könnte das alte Mädchen endlich zuhause bleiben. Ich meine, es gibt ja auch noch andere alte Schauspielerinnen, die aber noch Feuer haben, wie Betty White zum Beispiel. Shirley, ich mochte dich wirklich immer gerne, but you’ve outstayed your welcome for nearly 20 years.
Glammie, wenn du dich jetzt auf Julia Roberts freust, dann schau dir lieber ein Bild an oder zwei, Julia hat ca. 3 Minuten Spielzeit brutto, und sieht einfach nur leicht grünlich aus.
Ich bring dir das Machwerk nachher mit, und du kannst es auch gleich behalten, vielleicht kannst du es auf die Terrasse hängen, zum Krähen abschrecken. Zu irgendwas muß es doch gut sein.

Und Sie, kaufen Sie sich ne Flasche Assugrin oder sowas, und schlucken sie auf ex, da haben Sie genau so viel davon, nur billiger.

(Hach, macht das Spaß, so eine richtig schlecht gelaunte Rezension zu schreiben, insofern hat sich die Investition schon wieder gelohnt…)

4 Gedanken zu „Valentine’s Day Massacre

  1. arboretum

    Wenn Sie mal mehr von Kathy Bates sehen wollen, schauen Sie sich lieber Unconditional Love an. Ein amüsanter, kleiner Film mit Rupert Everett und einer großartigen Meredith Eaton. Kam hier nie in die Kinos.

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  2. glamourdick

    aber ein gutes hat der film: jennifer aniston spielt nicht mit!

    p.s.: hätte ich das gewusst, dann hätte ich “carriers” als antidote mitgebracht. das einzige herz, dass man dort findet, ist das an einer seuche verstorbenen, das von seinem hund gefressen wird.

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  3. luckystrike

    REPLY:
    Das ist kein kleiner Film, das ist ein groß-artiger Film! Mit Zwerg im roten Regenmantel!
    Und ganz toll ist sie auch in ihrer Gastrolle in den letzten Staffeln von Six Feet Under, wo sie auch manchmal Regie geführt hat.

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