Herz, Schmerz, und dies und das

Es gibt ja nichts Langweiligeres als Jammerblogeinträge zur (fehlenden) Gesundheit, aber heute habe ich die Schnauze so gestrichen voll, daß mich nicht mal der Rücktritt dieses elenden hessischen Gollums so von Herzen freuen kann.

Wieder Rücken, genau wie letztes Jahr, welchen ich letztes Mal so halbwegs leidlich durch meinen Osteoschnuckel wieder in den Griff bekam, und dadurch, daß ich regelmäßig 1x die Woche Sport in der Form von Badminton hinkriegte.
Seit Februar ist das nun ausgefallen, wegen Grippe meinerseits und Arbeitsüberlastung des artners andererseits. Ob die Rückkehr des Rückens daher kommt, oder, wahrscheinlicher, dann doch eher durch die Wiederkehr der schrecklichen Jahrestage von vor 2 Jahren und vor 1 Jahr – auffällig ist, daß es mich auf die Woche genau Ende April/Anfang Mai fast bewegungsunfähig gesetzt hat.

Nun bin ich ja ein zähes Biest, und kann Schmerzen konsequent und monatelang aussitzen (sic!), vor allem mangels Kontakt zu guten Ärzten, Chiros, oder was auch immer, jedenfalls welchen, denen man vertrauen kann.
Wenn dann aber noch Bein (andere Seite, geht nix über Ausgewogenheit) dazukommt, und ich ab 7 Uhr morgens nicht mehr schlafen kann, ist Ende Gelände. Weiß jemand jemand Tollen in Berlin?

Und fast noch schlimmer als die Schmerzen sind die mißbilligenden Blicke oder Kommentare á la warum ich mich nicht schon längst gekümmert habe – da krieg ich dazu auch noch Hals, so’n Hals!

11 Gedanken zu „Herz, Schmerz, und dies und das

  1. arboretum

    Oh, das tut mir ja leid, dass es Ihnen so dreckig geht. Ist aber kein Wunder, bei Ihnen kommt ja auch viel zusammen. Kann Ihr Osteoschnuckel nicht schon einmal etwas helfen, bis Sie einen vertrauenswürdigen Arzt oder was auch immer gefunden haben?

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  2. walküre

    Ich bleibe bei meinem Vorschlag mit der Akupunktur; hilfreich könnte auch Thermalwasser mit entsprechender Indikation sein, und wenn Sie in der Nähe kein passendes Thermalbad vorfinden, könnten Sie versuchen, in einer Apotheke bezüglich eines brauchbaren Badezusatzes vorstellig zu werden. Wenn Ihnen nicht davor graust, können auch Moorbäder recht hilfreich sein …

    [Vielleicht ist der Installateur, welchen Sie dann aufgrund des verstopften Badewannenabflusses rufen müssen, ja ein richtiger Schnuckel - so wie der Dachdecker beispielsweise ? ;-) ]

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  3. timanfaya

    badminton und rücken? auweia, das geht echt garnicht, das wird nur noch von trampolinspringen getopt.

    schwimmen. schwimmen. schwimmen. wahlweise auch gut[!] laufen. aber das beherrschen von 100 joggern höchstens 5.

    p.s.: und, wie sieht der bürostuhl aus?

    p.p.s.: und vor allem – gute besserung, rücken = hölle

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  4. luckystrike

    REPLY:
    … und für mich geht Schwimmen in öffentlichen Bädern nicht, da rasier ich mir eher öffentlich sonstewas. Wenn denn ein Sommer käme, würde ich dagegen das Angebot sehr gerne nutzen, ausgiebig zu rudern und zu schwimmen, allerdings in einem echten See.

    Bürostuhl ist so ein Ding, mit dem man in alle Richtungen wackeln kann, also denk ich ganz ok.

    Und Badminton ging schon, durchaus, sogar anderthalb Stunden am Stück und das als Kettenraucher, zur Not ein paar Ibus vorher…

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  5. frankburkhard

    it not going to stop
    til you wise up

    in so einem Fall, glaube ich, ist der Trick NICHT, den einen perfekten, trüffelmäßig versteckten, nur Eingeweihten bekannten Supertraum-Arzt zu finden.
    Sondern einfach hinzugehen. Zu IRGENDeinem.
    Der Sensationsarzt nutzt einem nämlich jaa nischt, wenn man ihn immer nur sucht ;-)

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  6. F-Lola (Gast)

    Jaja, den richtigen Zeitpunkt finden…. Mein Rücken, fing Feb 2009 an. Eigentlich hauptsächlich Bein, aber das kommt ja von Rücken, oder? Erst denke ich, das wird wie das Meiste von selbst wieder gut, doch die langsame Besserung ging nicht bis zur Beschwerdefreiheit. Eher wellenförmig mal besser mal schlechter. Also nach sechs Monaten Termin beim Orthopäden gemacht. Viele Nächte zusätzliche Einschlafschwierigkeitem, weil ich das Arztgespräch, das Schildern der Beschwerden in Gedanken vorwegnahm – incl. Scham ob des langen Wartens. Am Tag vor dem Arzttermin fühlte ich mich sehr gut, sagte den Termin ab. Er wäre auch soo früh am Morgen gewesen! Absage-Telefonat beendet, in die U-Bah, hingesetzt, und schon wieder dieser Schmerz! Nach Schamfrist und Überlegen einer Ausrede neuen Termin gemacht.

    Dann ging es schnell: Röntgen und CT ergaben keine Erklärung, also Termin beim empfohlenen Neurologen, sogar kurzfristige Terminvergabe! Unzufrieden mit Neurologen wegen wenig Erklärung und Verschreibung eines Epilepsie-Medikamentes zur zentralen Dämpfung, Vom Hausarzt einen anderen Neurologen empfehlen lassen.

    Dann ging es wieder langsam: neun Wochen Warten bis zum Termin. Ergebnis: Neuralgie des Femoralnervs… Empfehlung: Versuchen in der Charité eine Nervenblockade machen zu lassen.

    Nun sind die Schmerzen nicht unerträglich, sie ziehen nur so viel Energie ab: ständig beobachten, gucken durch welche Haltung es besser oder schlechter wird…. Langes stilles Sitzen (ich und die Opern!) und vor allem, wie gemein, Liegen auf dem Rücken (schlafen!) lassen das Bein sich fühlen als wäre es Ischias,

    Aber es wird ja, wie das meiste, von sebst langsam besser. Die Seit Ende der Chemo (andere Baustelle), kommt die Kraft wieder, und ich war schon wieder Schwimmen. Das tut gut! Zum Schwimmbad sogar mit dem Fahrrad hin.

    Und die Ärzte haben immer verstanden, dass es schwierig ist, den richtigen Zeitpunkt für einen Arztbesuch zu finden, keiner fragt, warum erst jetzt oder nahm mich wegen der Verzögerungen nicht ernst.

    Nützt Ihnen die Geschichte etwas, Herr Lucky? Danke jedenfalls, dass ich sie mal erzählen konnte, Klagen hilft ja auch – dem Klagenden jedenfalls.

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