Archiv für den Monat: Februar 2010

Nothing

Die Texte der letzten Tage waren, wie sie bemerkt haben: nicht.
Genau wie meine Tage: nicht. Nichts im Hirn, nichts in der Hose, nichts am Herzen. Nicht schlimm.
Sogar die abendlichen Serien, der Lebensersatz, sind Wiederholungen.
Vielleicht sollte ich auch mal anfangen, zu plagiarisieren, abzuschreiben, zu remixen.

Eins allerdings freut mich unendlich: daß Airen jetzt endlich doch ein paar, oder wie es aussieht, sehr viele (momentan Platz 23 bei Belletristik in den Amazon-Charts) Bücher von seinem famosen “Strobo” verkauft.
Ich war schwerst beeindruckt, von der Sprachgewalt, dem unbeirrbaren Tunnelblick und der Millionen Begriffe, die Airen z.B.für drauf sein hat, wie ein Eskimo, der in seiner autarken Lebenswelt eben auch viele viele Wörter für Schnee hat.* Krass, und berührend, wie Airen selbst.

Die Haushaltskasse kann es sicher sehr sehr gut brauchen, und im Gegensatz zum vermeintlichen Fraulein-Wunder hat ihm beim Schreiben Montieren Feuilleton-Rumreichen auch kein Daddy geholfen, ganz im Gegenteil.
Auch freut mich, daß die kleine Made gleich beim Lügen erwischt wurde, sie kenne das Buch gar nicht, aber siehe da, Daddy hatte ihr eins geschickt.
Es regt mich aber trotzdem auf wie die kleine Volksbühnendramaturgentochter ihren Literaturbegriff argumentiert, und wie alle drauf einstegen.
Wenn man in Neukölln in einer Familie von geklauten-Autoersatzteile-Händlern-und-Schraubern aufwächst, und die Zeiten heute eben so sind wie sie sind (Internet! Urheberrechte! Piraterei!), wird man trotzdem bestraft, wenn man dann anfängt, selber Autoteile zu klauen und zu montieren. Gut so.

(*Ich weiß, das ist widerlegt, das ist mir aber wurscht.)