Different but same

Spannend, so ein öffentliches Tagebuch, man kann nachlesen, wie man jedes Jahr vor dem Fest so zum Fest stand. Viel passiert, in den letzten Jahren.
Gestern die Geschenke (und einen Hexenschuß, oben zwischen den Schultern) besorgt, allerdings nur für die Kinder (wo kommen all die Kinder auf einmal her? Es mutet ja fast an, als ob ich auch auf dem letzten Drücker bin?), und na gut, für die Mütter darfs dann auch was sein, das Leben ist ja sonst schon ungerecht genug. Jedenfalls, wissen Sie, wie man Menschen 3 Tage vor dem sogenannten Heiligen Abend nachhaltig verunsichert? In Schlangen vorlassen, der gestreßten Kassiererin sagen, sie soll sich Zeit lassen, oder jemand die Tür aufhalten. Die fühlen sich komplett verarscht, garantiert.

Jedenfalls habe ich dieses Jahr nicht einmal darüber nachgedacht, nicht zum Rest der Restfamilie zu fahren. Vielleicht liegt es daran, daß letztes Jahr vielleicht das schönste, entspannteste Weihnachten war, an das ich mich erinnern kann. Es fühlt sich pervers an, das zu sagen, immerhin war es das erste ohne Mutter, und ich allein im leeren Haus.
Schlimm, die erste Nacht, als sich in dem klammen Haus die überparfümierte Bettwäsche mit dem Muff der immer noch unausgeräumten Schränke wie ein öliger Film auf meine Haut legte. Gut der nächste Tag, als die Sonne schien, ich ordentlich gelüftet hatte und mir einen eigenen kleinen Weihnchtsbaumersatz improvisierte. Und ganz entspannt und frei die Zeit mit Schwester.
Nicht so entspannt der Tag mit Tante und Familie, denn Tante hatte eine eigene bzw. keine Strategie, mit dem offensichtlichen Verlust umzugehen.
Nun, dieses Jahr wird das anders, denn Tante ist nicht mehr, und für einen Tag zumindest findet ihre Restfamilie Asyl bei uns.
Same same, but different. Different, but same same.
Also ich wünschte schon, ich hätte auch mal andere Themen.

4 Gedanken zu „Different but same

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