She’s like the Wind

Wenn sie da ist, ist sie meist mehr als ganz da.
Vielleicht weht sie einem ganz frische neue Kontinente durch den Kopf, es kann auch sein, daß sie schwer und drückend ist, mal warm und etwas zuviel wie ein tropischer Gewittersturm, mal erschreckend kristallkalt und gnadenlos wie ein Eissturm.
Es kann passieren, daß sie mit Getöse ganze Gesprächsrunden zerweht, oder sie ist einer dieser kleinen Wirbler, die den Dreck und die toten Blätter solange in der Ecke herumwirbelt, daß man sie in den Arm nehmen möchte, damit sie den alten Staub Staub sein läßt.
Oft reißt sie einen einfach mit, auf die rauhe See, sorgenlos, weil Sorgen sinnlos sind, zwar mit einem etwas mulmigen Gefühl im Magen. Dann bleibt man hinterher manchmal auch mal durchgerüttelt zurück, mit tauben Ohren.

Wenn sie nicht da ist ist sie wirklich weg.
Man könnte sie anrufen, anmailen, anschreiben, aber das ist sinnlos. Sie wird nicht antworten oder ans Telefon gehen.
Den Wind kann man nicht festhalten, auch wenn er manchmal noch so drall und honigblond und warm und körperlich weht.

Was macht der Wind, wenn er nicht weht?

2 Gedanken zu „She’s like the Wind

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