Archiv für den Tag: 3. September 2008

Kälter

Das Schlauchboot liegt auf dem Rücksitz als überflüssiges Memento. Der Sommer ist vorbei und hier ist es kalt.

Das Haus ist kalt, und wenn ich gerade die Heizung angestellt habe, wärmt es nur außen. Das letzte Mal, als ich hier war, war das Haus noch von innen warm. Das ist jetzt spürbar vorbei. Vergangen. Nie wieder.

Das Leben hier hat sich weitgehend normalisiert, wenn es das denn jemals war. Die Beziehungen zu den Menschen ziehen sich wieder Richtung Normalzustand zurück. Ab und an wagt es jemand, seine Wunde zu zeigen. Nur kurz. Und das ist ok so.

Ich gehöre nicht hierher. Ein Teil von mir ist es nur, der hier lebte, nur leider ist der andere Teil weniger greifbar, faßbar, verstehbar.
Eigentlich möchte ich einen großen Vorschlaghammer nehmen und dies alles hier verwüsten, die Sachen auf die Straße werfen, die Fenster von innen einschlagen, damit man auch außen sieht, was innen ist – nichts mehr.

Eine schmerzhafte Erkenntnis, unschön, nicht leicht zu ertragen, aber: unvermeidbar, kalt, klar. Und gut. Immerhin eine Erkenntnis.