Archiv für den Tag: 6. Juli 2008

Unter Globetrottern

Gestern in eine völlig neue Welt vorgewagt, weil der gute Glam unsere Anke versenkt hat. Anke, das war unser Anker Engelke, ein Klappanker für unsere Schlauchbootflotilla.
(Mein Verdacht ist ja, daß er sie nicht hochholen wollte, weil sie immer schrecklich gemüffelt hat, vom Schlachtenseeschlamm.)

Jedenfalls haben wir jetzt eine neue, die heißt Ulrike.

So ein Globetrotter-Geschäft ist eine Parallelwelt, bevölkert von strammen drahtigen Personen mit Abenteuer und Kompetenz im Blick, die fachmännig Regale mit für mich nicht zuordnungsbaren Inhalts mustern, den Gipfel jederzeit im sicheren Blick.
Alle tragen VERNÜNFTIGE Kleidung, wetterfest und atmungsaktv, und selbst die Sandalen sind stabil und haben ein ordentliches Profil. Gut, die ein oder andere Ausfallserscheinung gibt es auch, Radlerhosen, aber welche mit unterfütterter Sitzfläche. Also jetzt mal mehr ein Fall für Koma. Fr. Kitty Koma.

Kurzum, ich stach sehr heraus, wie ich mit Anker Ulrike und 20 Metern Rückholfädchenschnur in Rot an der Kasse anstand, mit meinen FlipFlops, den schwarzen Hemd und dem kleinen Bäuchlein.

Meteorotik

Komme grade erst wieder zu mir – man vergißt die Elementargewalten einfach zu leicht.

Grade beim Blumengießen mit dem Schlauch, das dauert immer mindestens eine Stunde, die Haut noch am Glühen von einem eigentlich bewölkten Bootstag mit Glammie, leicht enttäuscht, aber nicht deprimiert von einem zwar vorhersehbar geplatzten, aber durchaus nicht möglichkeitslosem Date auf dem See, überrascht mich ein warmer Sommerschauer.

Da die Schultern eh brennen. schnell das Hemd aus, wunderbar die Kühle, und das Prickeln. Ein Blick rundum, ok, die Lesben gegenüber gießen auch, egal, die interessiert das eh nicht, die Hosen auch aus, und schon steht er da, der Lucky, in voller Pracht, und genießt den warmen, zarten Sommerregen, der sich mal zart, mal heftig, warm, aber kühlend, prickelnd und anregend über ihn ergießt.

Lachen Sie nicht, probieren Sie’s! Los! Nicht so zimperlich! Eh der Regen nachläßt!

(Der einzige Nachteil, es regnete in den Weißwein und die Zigaretten wurden naß. Dafür der Rest aber auch!)

(Und da hängt man Monate in den blauen Seiten rum, und alles was hätte passieren können, wäre nicht annähernd halb so schön gewesen wie dies.)

WICHTIGER NACHTRAG: DAS HIER war ich aber nicht. Ich würde nie 41jährige Frauen mit Ventilatoren bewerfen. Egal, wie heiß es ist!