und du, brutus?

Gerade bei Hotel Mama ein besonders widerliches Beispiel sozialer Ekelhaftigkeit gelesen, und mich furchtbar aufgeregt über den Schrott, den manche Menschen aus eigener Bequemlichkeit versuchen, anderen anzudrehen.

Ich hab da ein gutes Bild, ein ziemlich scharfes Messer, wenn ich beurteilen will, wie denn jemand wirklich zu mir steht:
Ich stelle mir vor, ich liege bewußtlos und vielleicht blutüberströmt auf der Straße (Unfall, Kollaps, egal). Würde die Person sich um mich kümmern, oder nur kurz sicherstellen, daß ich sie nicht erkannt habe und weitergehen?

Sehr erstaunlich, wen unter Bekannten und Kollegen man sich eher bei letzterem vorstellen kann, und sehr hilfreich, was den weiteren Kontakt angeht (zugegeben, es trifft wenige). Und ernsthaft getäuscht habe ich mich bisher auch noch nicht.
Blindes Vertrauen ist meine Sache nicht.

9 Gedanken zu „und du, brutus?

  1. Frau A. (Gast)

    Na, wer solche Freunde wie das Hotel Mama hat…, aber lassen wir das.
    Ich glaub ja, dass nochmal ein Unterschied besteht zwischen “Notfalkontakt” und “Notfallhelfer”. Natuerlich ist es kein Zeichen menschlicher Groesse, wenn ein Bekannter aus Bequemlichkeit nicht als Notfallkontakt angefuehrt werden will. Ob man solche Leute dann aus dem Freundeskreis verbannt oder nicht…naja….aber ich gehe mal davon aus, auch Ihre und meine Freunde und Bekannten nicht achtlos ueber uns hinwegsteigen wuerden, sollte uns eine Unterzuckerung ereilen und wir ohnmaechtig zu Boden gehen. Vielleicht ist das ja mein Glaube an die Menschheit, aber immerhin gibts auch Studien die belegen, dass man tendeziell eher Menschen hilft, die man persoenlich kennt.
    Die Hoffnung, die Hoffnung…

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  2. rob (Gast)

    Hofft man doch immer, keine Menschen zu treffen, die wegsehen – ahnt man doch immer, sie könnten wegsehen – kommt man oftmals viel zu spät zu der Erkenntnis, dass sie weggesehen haben.

    Diese Menschen will man nicht mehr sehen…

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  3. blogger.de:kittykoma

    hab mich gestern den ganzen abend fürchterlich über diese geschichte aufgeregt “möchte nicht die verantwortung übernehmen”. was glaubt dieses mensch eigentlich, wie schwer eine verantwortung für drei kinder wiegt, wenn es der mutter mal für ein paar stunden sehr schlecht geht? aber zum mond fliegen und in leitender position tätig sein sein, das wollnse.

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  4. saintphalle

    In Krisensituationen trennt sich tatsächlich die Spreu vom Weizen. Meine Erfahrung ist, dass man oft nicht vorher sagen kann, wer zu einem steht und wer nicht. Da gibt es manchmal ganz überraschende Entdeckungen.

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  5. saintphalle

    REPLY:
    Ich habe festgestellt, dass der Feind mitliest und bin im ersten Schreck erst mal abgetaucht. Aber mittlerweile habe ich entdeckt, dass er schon so lange dabei ist, dass ich nun eh nichts mehr verbergen kann. Ich werde wohl in den nächsten Tagen wieder auftauchen, weiß nur noch nicht genau, wie ich mit der Situation umgehen soll.

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  6. saintphalle

    REPLY:
    Ja, darauf wird es wohl hinaus laufen. Es ärgert mich nur total, dass mir das nicht schon viel eher aufgefallen ist. Wozu hat man denn all diese schönen Counter, wenn man sie dann doch nicht richtig anguckt? Das Alte lässt sich zwar nicht mehr verstecken, wenn ich nicht alles dicht machen will. Aber den einen oder anderen neueren Eintrag hätte ich mir dann mit Sicherheit geschenkt.

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  7. luckystrike

    REPLY:
    ach, was solls? nun weiß die person eben, was sie denken und fühlen – klar peinlich, aber eigentlich muß man sich ja nicht dafür schämen, und raus ist es denn nu mal eben.

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