milde menschen, viele treppen, ein friedhof der freuden, eine transsexuelle namens jacqueline und mal wieder die visa-notnummer

lisboa – gut fürs herz, fürs auge und fürs gemüt. und für die waden.
über die stadt muß man gar nicht viel erzählen – einfach wunderschön, und um jede ecke tut sich eine neue pittoreske ansicht auf – wenns nicht so peinlich wäre, müßte man glatt aquarelle malen…
und obwohl ich wadenweise sehr gut, fast fußballermäßig reich beschenkt bin, bekam ich doch mächtig muskelkater – wenn man den ganzen tag mit flipflops die ganzen treppen rauf und runter muß…
ich mag halt einfach malerisch verfallende ehemalige größe – dort ist mein gemüt zuhaus – und das hat NIX mit meinem alter zu tun!

die menschen: milde, zurückhaltend, und schön. eine ganze woche keine aggro und kein mackertum – wenn man wie ich in berlin-kreuzberg wohnt, weiß man das zu schätzen. ich hätte 40% der passanten vom fleck weg heiraten können (nein, ich habe mich nicht zum horst gemacht – hätte ich mal!)

eine totenstadt im westen – eine ganze stadt aus gräbern namens Cemiterio dos Prazeres (Friedhof der Freuden): totenhaus an totenhaus in weiß, mit je drei nischen rechts und links, darin jeweils ein sarg, mit einer verrottenden decke bedeckt. in den särgen, das sieht man, wenn man dann doch mal genauer hinlugt, ist eine zinkwanne mit den toten drin – nicht appetitlich, und wenn auch augenscheinlich luftdicht verschlossen, so riecht es doch was moderig… und wenns dann richtig durchgerottet ist, wird der ganze kram dann durch ein loch im boden weggekippt, und das sieht dann auch nicht lecker aus.

schwules ausgehen übrigens ist auch nicht so sehr zu empfehlen, nicht nur wegen der mumien, ein club war wie die dorfdisco meiner jugend (wußte gar nicht, daß es tatsächlich ein refugium für homo-house mit den dazugehörigen schreienden sängerinnen gibt), und so viele cubs und bären hab ich schon lange nicht mehr gesehen. aber vielleicht liegt das dran, daß ich in berlin da eben auch nicht hingehe. sahen aber auch wie touristen aus.

ein anderer club dagegen war lustig, so groß wie meine nicht kleine küche, aber mit mndestens 300 leuten drin, einer klassischen travestieshow (ohjah!) um 2 uhr, und sehr vielen hübschen menschen, die auch tatsächlich flirten, und einen beherzt anfassen, wenn sie vorbei wollen, und bei der gelegenheit auch noch mal sonst manuell mal hier und da was nachprüfen. da hat mich dann eine transsexuelle brasilierin namens jacqueline adoptiert, deren brüste naturgemäß, aber leider deutlich wahrnehmbar jünger waren als die gegend um ihren mund. so nett sie auch war, habe ich mich bald verdrückt, weil ihre aussprache mir dann doch zu feucht war…
mit ein paar hübschen jungs getanzt, und dann festgestellt, daß geld und kreditkarte weg sind, und dann mit 28,5 promille zuhause die karte sperren lassen – das muß man ihnen lassen, die leute bei visa sind da gut drin, haben mich verstanden – oder sie kennen mich schon, hab das dieses jahr ja schon 3x machen müssen….

3 Gedanken zu „milde menschen, viele treppen, ein friedhof der freuden, eine transsexuelle namens jacqueline und mal wieder die visa-notnummer

  1. at

    tja, das mit der kreditkarte und dem geld hätt ich dir auch sagen können. in lisboa ist mir meine kamera und das mobile weggekommen… hab gar nichts gemerkt und alle waren vorher UND nachher gleich charmant… doch man(n) lernt aus seinen fehlern! nicht wahr… (auch wenns bei gewissen leuten anscheinend 3 anläufe braucht!!!)

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  2. luckystrike

    REPLY:
    ach weg is weg was soll ich mich da verrückt machen. aber ich wette es war der gogo-boy mit der zahnlücke (sexy!) – aber wird der mich so lange antanzen, und mit mir knutschen nur weil er meinen geldbeutel will? hätte er doch im vorbeigehen mit viel weniger aufwand haben können…

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